FirmenPhilosophie

Anspruch und Wirklichkeit

aus einem Briefwechsel zwischen Mieter und Vermieter

Das Unternehmen

Die Stadibau GmbH, Gesellschaft für den Staatsbedienstetenwohnungsbau in Bayern mbH, wurde am 17.12.1974 gegründet und am 30.01.1975 in das Handelsregister beim Amtsgericht München unter HRB 48301 eingetragen.

Sitz der Gesellschaft ist 80804 München, Mottlstraße 1.

Das Stammkapital beträgt 6 Mio. DM. Alleiniger Gesellschafter ist der Freistaat Bayern, vertreten durch das Bayerische Staatsministerium für Finanzen. Geschäftsführer ist Herr Dipl.Kfm. Michael Wehrfritz.

Gegenstand des Unternehmens ist, den Freistaat Bayern bei der Erfüllung seiner Aufgaben im Bereich staatlichen Wohnungsführsorge durch den Bau und die Bewirtschaftung von Wohnungen für Bedienstete des Freistaates Bayern zu unterstützen.

Im Laufe ihres über 25-jährigen Bestehens errichtete die Stadibau über 4.000 Wohnungen und verwaltet zusätzlich ca. 1.800 Wohnungen im Pachtwege.

Der Geschäftsbereich erstreckt sich auf die Regierungsbezirke Niederbayern, Oberpfalz, Schwaben und Oberbayern mit Schwerpunkt in München.
 

Unsere Philosophie

In der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio 1992 wurden die Grundsätze und Ziele unter der Maxime einer "nachhaltigen Entwicklung" zusammengefaßt.

Das Leitbild der "nachhaltigen Entwicklung" geht davon aus, dass unser Handeln nicht zu Lasten künftiger Generationen geht. Insbesondere hat sie das Ziel, die natürlichen Ressourcen im Rahmen eines vorsorgenden Umweltschutzes zu sichern.

Wir fühlen uns, und zwar nicht erst seit Rio, in dem Gedanken der Nachhaltigkeit verpflichtet. Daher legen wir sowohl beim Neubau als auch bei der Sanierung und Modernisierung unserer Wohngebäude größten Wert auf Qualität und damit Langlebigkeit.

Die Tatsache, dass sich sanierte Altbauten, im Gegensatz zu manchen Architekturexperimenten, steigender Beliebtheit erfreuen, bestätigt die Richtigkeit unseres Tuns.

Für die Zufriedenheit unserer Mieter ist nicht nur eine gut funktionierende Hausverwaltung, sondern in erster Linie die Qualität der Wohnung und das Umfeld ausschlaggebend.

Qualitätvoll bauen und erhalten ist daher für uns kein Selbstzweck sondern dient in erster Linie unseren Mietern.

Bauen für Generationen - ist uns gleichermaßen ökologisch gesellschaftliche Verpflichtung wie Verantwortung unseren Mietern gegenüber.

Stadibau-Homepage 3/01

 
IRMGARD ETTL RUDOLF KUHR
Amperstraße 32, 82296 Schöngeising

Herrn Michael W.
Stadibau GmbH
Mottlstr. 1
80804 München

Schöngeising  17.03.01

Wohnung 190 003 01 Schöngeising

Sehr geehrter Herr W.,

in der Anlage senden wir Ihnen die unterzeichneten Mietverträge vom 05.02.01, die uns am 09.03.01 erreichten sowie einen Nachtrag zum Übergabe-Protokoll mit der freundlichen Bitte um Ihre persönliche Kenntnisnahme.

Bei dieser Gelegenheit sehen wir uns leider veranlaßt, auf eine Art der Behandlung durch Ihre Mitarbeiterin während der Übergabe hinzuweisen, die sehr ungute Gefühle bei uns hinterlassen hat.

Zunächst einmal war es für uns sehr befremdend, ja unbegreiflich, daß im Vergleich zu anderen Zuständigkeitsbereichen in Ihrem Hause eine Übergabe in einem derartigen Zustand überhaupt erfolgen konnte, zumal die Wohnung seit Mitte vorigen Jahres leer stand und Zeit genug für eine sorgfältige Renovierung gewesen wäre.

Als auf unsere - wohl berechtigten - Hinweise auf offensichtlich vorhandene Mängel fast jedesmal eine Zurückweisung bzw. eine Rechtfertigung erfolgte, wiederholt mit Hinweisen auf das Alter des Hauses und gar auf eine bereits getätigte Investition von 1400,- DM für die Fußböden, da hatten wir den Eindruck, eher einer allein auf Profit ausgerichteten Immobilienfirma des freien Wohnungsmarktes ausgeliefert zu sein, denn einer staatlichen Einrichtung, der es um eine angemessene Unterbringung ihrer Bediensteten geht, die mitunter einen schweren Dienst für ihren Arbeitgeber zu erbringen haben.

Wir möchten Sie deshalb freundlich bitten, daß Sie sich selbst einmal die hiesigen Verhältnisse anschauen, um praktikable und für beide Seiten erträgliche Lösungen zu finden, da unser Vertrauen in die Eignung Ihrer Mitarbeiterin hinsichtlich der Einschätzung nachhaltiger baulicher Qualitätsmaßstäbe sowie des Umgangs mit Vertragspartnern erheblich gestört ist.

Wir sind mit Sicherheit keine kleinlichen Menschen und vermeiden nach Möglichkeit jede unnötige Auseinandersetzung.
Wir bemühen uns grundsätzlich um ein allseits gutes Einvernehmen.

Mit freundlichem Gruß

Irmgard Ettl, Rudolf Kuhr

 

Anlage
2 Mietverträge
Protokoll-Nachtrag

 
Nachtrag zum Protokoll der Wohnungs-Übergabe vom 01.02.01

Wohnung 190 003 01, 82296 Schöngeising, Amperstr. 32, 15.03.01

Hier werden einige noch vorhandene Mängel aufgeführt, die im einzelnen zwar nicht schwerwiegend sind, die in ihrer Summe jedoch einen unguten Gesamteindruck hinterlassen und erhebliche Umstände und Störungen bzw. Zeitaufwand zu ihrer Beseitigung erfordern werden.
(Die im Protokoll vermerkten Mängel sind nachfolgend in Kursiv ausgeführt.)

1. Küche

Mängel: Fensterbrett-Kante abgeschlagen,
rechte Seite Klebereste + Rauhfasertapete eingerissen - bleibt
Sockelleiste fehlt - wird ersetzt v. Stadibau
Bodenverfugung erneuern zw. Fliesen + Laminat
Silikonfuge über Fliesensp.

Die Oberkante der Fliesen wurde mit durchsichtigem Silikon verfugt, so daß Hohlräume hinter den Fliesen dunkel erscheinen und den Eindruck von Schmutz hervorrufen. Richtig wäre hier ein weißes Material gewesen, da ein Überstreichen von Silikon nicht möglich ist, es die Farbe nicht annimmt.

Die Ecken der gefliesten Flächen sind nur teilweise oder gar nicht verfugt.

Kleber-Reste am Schornstein von entfernter PVC-Sockelleiste blieben.

An den erneuerten Fliesen ist die Tapete verschmutzt und der Anstrich nicht nachgebessert worden.

An mehreren Stellen ist die Tapete nicht fest an der Wand, so daß bei einem nochmaligen Anstrich ein Ablösen zu erwarten ist.

Die Zuleitungsrohre zum Heizkörper sind nicht gestrichen und schwarz bzw. verschmutzt.

Verstaubte Spinnweben hinter den Heizkörpern.

Die Fenster sind unsauber gestrichen, so daß ungleichmäßige Farbreste auf Glas und Beschlägen vorhanden sind.

Ein Öffnen der Doppelfenster-Rahmen am rechten Fenster ist durch Verkleben der Verschlüsse nicht möglich.

Am linken Fenster waren die Rahmen miteinander verklebt, so daß die Farbe stellenweise bis auf das Holz ablöste.

Schlüssel zur Tür fehlt.

2. Bad

Das Fenster ist unsauber gestrichen, so daß ungleichmäßige Farbreste auf Glas und Beschlägen vorhanden sind.
Kitt innen stellenweise brüchig und schwarz und außen undicht.

Ein Öffnen der Doppelfenster-Rahmen ist durch Verkleben der Verschlüsse nicht möglich.

Eine Schraube am Griff fehlt.

Falsche Schrauben (zu große Senk- anstatt Linsenkopfschrauben) am Türschloß, ein Sicherungs-Stift fehlt.

Heizkörper mit dicken verstaubten Spinnweben.

3. WC

Mängel: Rostflecke unter Heizkörper

Das Fenster ist unsauber gestrichen, so daß ungleichmäßige Farbreste auf Glas und Beschlägen vorhanden sind.

Ein Verschließen der Doppelfenster-Rahmen ist durch Verkleben der Verschlüsse nicht möglich.

Der Kipp-Mechanismus ist durch verkleben nur mit Werkzeug bedienbar.

4 Flur EG

Mängel: Fliesenboden altersbedingt abgenutzt

Farbreste auf Beschlägen der Türen.

Dichtung an der Haustür ungenügend befestigt, Fensterkitt außen ist brüchig.

Flur OG

Mängel:neben Treppe Stelle z. Verputzen

Risse im Parkettboden,

Zuleitungsrohr zum Heizkörper ist nicht gestrichen und teilweise grau mit Firmenzeichen (Mannesmann-Heizungsrohr)
und an den Lötstellen schwarz. Reste der schwarzen Farbe an der Fensterbank.

Das Fenster ist unsauber gestrichen, so daß ungleichmäßige Farbreste auf Glas und Beschlägen vorhanden sind, Löcher im Rahmen nicht verkittet.

Ein Öffnen der Doppelfenster-Rahmen ist durch Verkleben der Verschlüsse nicht möglich.

Eine Schraube am Griff fehlt. Kitt außen nicht dicht.

Putzschaden an Mauerkante ist nicht beseitigt.

5. Abstellraum OG

Mängel: PVC-Leiste nicht fachgerecht - bleibt
Fensterbrettkante abgeschlagen.
PVC-Boden fleckig

PVC-Sockelleiste defekt und teilweise lose.

PVC-Bodenbelag hat weiße und schwarze Farbflecken.

Große Spalte zur Wand an Heizungsrohr-Deckleiste.

Heizungsrohre nicht gestrichen und grau bzw. schwarz.

Das Fenster ist unsauber gestrichen und läßt sich insgesamt nicht öffnen.

Tür-Schlüssel fehlt.

6. Wohnzimmer

Mängel: Parkett mittig Fugen verklebt, 6 Stellen verkratzt - bleibt
Löcher f. Heizungsrohre ausgebessert bleibt
Vor Sockelleiste Kleberstreifen bleibt
Hinter Tür farbige Stellen bleibt

Das Fenster ist unsauber gestrichen, so daß ungleichmäßige Farbreste auf Glas und Beschlägen vorhanden sind.
Die Rahmen waren miteinander verklebt, so daß die Farbe stellenweise bis auf das Holz ablöste.

Heizungsrohre nicht gestrichen und schwarz.

Ofenrohr-Abdeckung nicht dicht.

7. Schlafzimmer

Mängel: Parkett Fugen verklebt, einzelne Fugen offen

Teilweise größere Spalten zwischen Sockelleiste und Wand.

Zuleitungsrohre zum Heizkörper sind nicht gestrichen und grau bzw. schwarz.

Das Fenster ist unsauber gestrichen, so daß ungleichmäßige Farbreste auf Glas und Beschlägen vorhanden sind.
Die Rahmen waren miteinander verklebt, so daß die Farbe stellenweise bis auf das Holz ablöste.

Bei der "Balkon-Tür" läßt sich nur der innere Teil einen Spalt öffnen.

8. Kinderzimmer

Mängel: Parkett Fuge verklebt, Parkett altersbedingt abgenutzt

Teilweise größere Spalten zwischen Sockelleiste und Wand.

Zuleitungsrohre zum Heizkörper sind nicht gestrichen und grau bzw. schwarz.

Lackschäden an Heizkörper-Verkleidung.

Das Fenster ist unsauber gestrichen, so daß ungleichmäßige Farbreste auf Glas und Beschlägen vorhanden sind.
In den Falzen teilweise alte Dichtungs-Klebestreifen nicht entfernt, sondern überstrichen.

9. Treppe zum OG

Mängel: Handlauf + Leisten nicht z.T. lackiert + abgenutzt

Risse im Parkett, breite Ritzen zwischen Abdeckleisten und Wand.

Kleber-Reste an den Stirnseiten der Stufen von ehemaligem Teppichboden.

10. Dachboden

Auf dem Dachboden lagern 8 Rollen Glaswolle-Dämmstoff der Marke 'Ursa'.

Das Dach hat keinerlei Isolierung, durch die Ritzen der Dachziegel scheint teilweise das Licht hindurch,
so daß ein Wärmeverlust im Winter sowie ein Aufheizen im Sommer erheblich sein dürfte.

11. Schlüssel

Es fehlen drei Schlüssel.

12. Keller

Mängel: Bodenanstrich abgenutzt
Vorm Fenster ungenügende Malerarb. Flecken
Malerarbeiten werden v. Stadibau erl.

Vorraum: Bei Regen läuft Teer aus dem nicht verwendeten Schornstein über den Fußboden.

Zählerkasten rostet und ist voller Spinnweben.

Schlüssel für Abstellkammer fehlt.

Im Waschkeller ist der mangelhafte Anstrich unter dem Kellerfenster nicht ausgebessert.
Links und rechts vom Kellerfenster ist nach dem Einbau der Zement nicht geweißelt.

Im Heizungsraum ist der Bodenanstrich nicht erneuert und nicht einmal besenrein gewesen.

Der gesamte Keller war voller Spinnweben.

13. Holzlege und Garage (Stellplatz)

1 Schlüssel f. Garage

Der Stellplatz hat eingangs lediglich eine Breite von 1,95 m und innen von 2,18 m und ist von daher selbst mit
einem Kleinwagen nur sehr mühsam nutzbar. Eine Trennwand zum offenen Nebenraum ist nicht vorhanden.

17. Sonstiges

Küche: 8 Wandfliesen werden erneuert, Abzug zugemauert
allgemein: Heizungsrohre nicht gestrichen. Wandfarbe im gesamten Haus nicht wischfest.

Ein ganz wesentlicher Mangel, der zur schwerwiegenden Beeinträchtigung der Wohnqualität führt, ist die fehlende Schallisolierung der Fenster. Der Abstand der Fenster zu der mit PKW, LKW und Traktoren zeitweise stark befahrenen Durchgangs-Kreis-Straße beträgt nur knapp drei Meter! Täglich - selbstverständlich auch Samstag und Sonntag - hält früh um 5.30 Uhr direkt gegenüber der Milch-Tanklastzug etwa fünf Minuten lang mit laufendem Motor, um Milch abzupumpen.

Besonders bei Nässe entsteht durch die hohen Frequenzen der Abrollgeräusche der Eindruck als wären die Fenster nicht geschlossen. Besonders kraß wirkt sich dies bei dem Tür-Fenster im Obergeschoß aus, da sich beim Schließen und dem damit verbundenen Absenken oben ein Spalt bildet, der einem Abdichten entgegensteht.

Eine Lösung wären schall- und wärme-isolierende Fenster, wie sie fast überall in der Nachbarschaft vorhanden sind, wobei an der Straßenseite sogar an ein Zumauern mit Glasbausteinen zu denken und die Tür im Obergeschoß in jedem Fall in ein Fenster umzuwandeln wäre, zumal eine Tür ohne Balkon an der Straßenseite ohnehin unsinnig ist.

Der Garten ist wegen der zum größten Teil verwilderten Vegetation und der unmittelbaren Lage an der Durchgangs-Straße nur als Biotop anzusehen.

Am Eingang wäre ein Wind- und Regenschutz - ähnlich dem am Nachbarhaus - wünschenswert.

 
Stadibau
GESELLSCHAFT FÜR DEN STAATSBEDIENSTETEN-WOHNUNGSBAU IN BAYERN MBH Mottlstrasse 1,  80804 München

Herrn Rudolf Kuhr  (die grün gefärbten Textstellen sind nachträgliche Anmerkungen der Mieter)
Frau Irmgard EttI
Amperstraße 32
82296 Schöngeising

06.04.2001

WA: 82296 Schöngeising, Amperstraße 32, EG + 1. OG
Mieter-Nr.: 190.03.01

 

Sehr geehrte Frau Ettl, sehr geehrter Herr Kuhr,

Ihr Schreiben vom 17.03.2001 habe ich mit großem Interesse gelesen; es ist ein Musterbeispiel und zeigt ausführlich und erschöpfend auf, wie die für die Forstverwaltung zuständige Staatsbaubehörde ein Gebäude saniert/modernisiert. (Es scheint kein gutes Verhältnis zu der Staatsbaubehörde zu bestehen.)

Wie ich Ihrem Brief entnehme, ist es Ihnen augenscheinlich nicht geläufig, (dies klingt wie ein Vorwurf) daß das Haus Amperstr. 32 uns erst am 01.01.2001 von der Forstverwaltung als saniert und vermietungsbereit übergeben (und von Ihnen so abgenommen und bereits zum nächsten Monat weitervermietet!) wurde.

Meine motivierten und qualifizierten Mitarbeiter haben mit der Sanierung/Modernisierung absolut nichts zu tun. (wohl aber mit der Abnahme, der Übergabe, mit der Betreuung des Mietobjektes sowie mit dem Umgang mit Vertragspartnern!)

Beschwerden über die Modernisierung/Sanierung richten Sie bitte an die zuständige Forstbehörde in Fürstenfeldbruck, Dachauer Str. 50, die Ihre Anregungen/Beschwerden an das zuständige Bauamt zur Stellungnahme weiterleiten wird. (Nach unserer - laienhaften - Rechtsauffassung ist die Stadibau GmbH unser Vertragspartner.)

Wie ein herabgewirtschaftetes und unsaniertes Haus Baujahr 1965 nach 36 Jahren Verwaltung durch Behörden aussieht, können Sie 2 Häuser weiter in Ihrer Wohnanlage besichtigen; wir zeigen Ihnen auch gerne den Zustand von innen. (soll das die augenscheinlich großzügige Abnahme einer mangelhaften Sanierung rechtfertigen?)

Bei der Bemessung der Miete für Ihr Haus haben wir unser Augenmerk besonders auf den Sanierungsstandard gelegt, ein von unserer Gesellschaft saniertes Haus hat eine höhere Miete. Als Miete zahlen Sie stets das, was Sie als Gegenwert bekommen. (Das wäre korrekt, was uns irritiert hat und noch immer belastet, ist, daß wir in einem Ihrer Neubauten in München DM 8,30/qm zahlten und die technisch moderne Wohnung in einem einwandfreien Zustand übernahmen, während wir hier auf DM 14,60/qm kommen und einen wesentlich schlechteren Zustand vorfanden.)

Daß dem Bauamt beim Bau 1965 und bei der Sanierung/Modernisierung trotz Balkontür kein Geld mehr für einen Balkon übrigblieb, hat auch uns höchst verwundert; dieser Tatbestand einer Balkontür ohne Balkon ist frappierend und nicht sehr alltäglich.

Zum Milchwagen ist zu sagen, daß man, wenn man aufs Land zieht, nun auch mal mit Muhen, Glockenschlag, Hahnenkrähen und dem Arbeitsgeräusch eines ortstypischen Milchwagens leben muß. Wer das nicht mag, der muß halt in München-Neuhausen wohnen bleiben. (Zu dieser - unsachlichen, um nicht zu sagen zynischen - Äußerung möchten wir in Erinnerung rufen, daß es uns hier nicht um die Beanstandung dorfgemäßer Geräusche, sondern um die mangelnde Schallisolierung eines Hauses ging, das in einer Entfernung von drei Metern an einer Durchgangsstraße liegt, die nach amtlichen Messungen von durchschnittlich 1800 Fahrzeugen täglich befahren wird. Ein Besucher bemerkte zu den Straßengeräuschen: "das hört sich ja an, als stünde man auf dem Balkon!".)

Abschließend ist festzuhalten, daß wir gerne und prompt Instandhaltungsmaßnahmen in dem von Ihnen angemieteten Haus durchführen werden; Wohnwertverbesserungen, Schallschutz- und Energieeinsparungsmaßnahmen sowie nachträgliche Herstellungskosten müssen von uns jedoch mieterhöhend durchgeführt werden, denn auch wir unterliegen wirtschaftlichen Zwängen, dem Haushaltsgrundsatzgesetz und der gesetzlichen Prüfung.

Ich darf Sie bitten, uns konkret zu bezeichnen, was in dem von Ihnen angemieteten Haus instandzusetzen ist (weil es kaputt ist) und was Sie gegen Mieterhöhung von uns verbessert haben wollen.

Der Garten entspricht im übrigen ökologischer Gartengestaltung, die allerdings nicht ein Jeder schätzt; wir wollten Ihrem Geschmack aber nicht vorgreifen und sehen einer Gestaltung durch Sie mit Interesse entgegen.

Sollten Sie dies vorhaben, so sind wir gerne bereit, Ihnen einen Zuschuß bis zu DM 1000,00 für Pflanzen gegen Vorlage der Originalrechnungen zu erstatten.

Ich hoffe, all Ihre Fragen/Anregungen umfassend und ausführlich genug beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Stadi-Bau GmbH

(Unterschrift)

 
IRMGARD ETTL RUDOLF KUHR
Amperstraße 32, 82296 Schöngeising

An das Forstamt
- Geschäftsleitung -
Dachauer Str. 50

82256 Fürstenfeldbruck

21.06.01

Betr.: Wohnung Amperstr.32, Schöngeising

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind Anfang des Jahres in die oben angeführte Wohnung eingezogen, die bis zum Ende vorigen Jahres von Ihnen verwaltet wurde.

Vor unserem Einzug gaben wir einer Mitarbeiterin der jetzigen Verwaltung (Stadibau GmbH, München) verschiedene Mängel zu Protokoll und trugen diese nochmals der Geschäftsleitung vor, die uns daraufhin an Sie verwies. Mit den beigefügten Kopien des Vorgangs möchten wir Ihnen davon Kenntnis geben.

Wir bitten Sie freundlich um eine Stellungnahme.

Mit freundlichem Gruß

Irmgard Ettl - Rudolf Kuhr

 

Anlage
Protokoll vom 01.02.01
Brief Ettl/Kuhr vom 17.03.01
Nachtrag zum Protokoll vom 15.03.01
Brief Stadibau vom 06.04.01
Unternehmens-Beschreibung Stadibau

 
Bayer. Forstamt Fürstenfeldbruck
BAYERISCHE STAATS FORSTVERWALTUNG
Dachauer Straße 50, 82256 Fürstenfeldbruck

Irmgard Ettl Rudolf Kuhr
Amperstraße 32
82296 Schöngeising

14/2001/G 230 Herr Schmidt
11.07.2001

Forstmietgebäude;
ehemaliges Forstmietanwesen Amperstr. 32, Schöngeising

Sehr geehrte Frau Ettl, sehr geehrter Herr Kuhr,

vielen Dank für Ihr o. a. Schreiben. Das von Ihnen gemietete Gebäude wurde zum 01.01.2001 an die Bezirksfinanzdirektion München als grundbesitzverwaltende Dienststelle überwiesen. Danach hatten wir keinen Einfluß mehr darauf. Der Ansprechpartner für Ihre Reklamationen ist daher nicht das Bayer. Forstamt Fürstenfeldbruck sondern die Stadibau GmbH.

Mit freundlichen Grüßen

Schmidt

Regierungsamtmann

 
Abdruck

Stadibau GmbH

Bayer. Forstamt Fürstenfeldbruck
Dachauer Str. 50
82256 Fürstenfeldbruck

München, 17.07.2001 We/Mo

Schöngeising, Amperstr. 32; Ihr Schreiben 14/2001/G 230

 

Sehr geehrte Damen und Herren

das Haus Amperstraße 32 ist uns saniert zum 01.01.2001 zur Weitervermietung übergeben worden. Der Mieter beklagt sich nun über Baumängel sowie über die Art der Sanierung.

Mit Erstaunen haben wir zur Kenntnis genommen, daß Sie und das zuständige Bauamt für ihre Arbeiten und Ausführungen nicht mehr zuständig sind.

Wir können dem Mieter doch nicht erklären, warum so und nicht anders saniert worden ist; hier gilt immer noch das Verursacherprinzip. (Zu erklären bliebe allerdings, warum die Abnahme durch die Stadibau und eine Weitervermietung in diesem ungeklärten Zustand erfolgte. Die Mieter.)

Weiterhin ist festzuhalten, daß jeder Handwerker Garantie übernimmt. Wenn das so ist, und wir bezahlen die Mängelbeseitigung aus unserem Haushalt nochmals, so ist im Rahmen knapper Mittel und sparsamer Haushaltsführung vom Freistaat Bayern einmal zuviel bezahlt worden.

Wir haben zwar im Rahmen der Sanierung des anderen leerstehenden Hauses in Schöngeising einige Mängel - weil die Handwerker grad da waren - gleich mit erledigen lassen; generell möchten wir aber die vom Bauamt über den Forst beauftragten und bezahlten Firmen nicht aus ihrer Haftung entlassen, sie haben ja auch gutes Geld für ihre Arbeit erhalten.

Abdruck dieses Schreibens haben wir unseren Mietern Frau Ertl und Herrn Kuhr zukommen lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Stadibau GmbH

gez. Unterschrift

 
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FirmenPhilosophie

Anspruch und Wirklichkeit

Brief eines Kunden an das Unternehmen
 

 

Die Unternehmenskultur

Wir alle, die Führung und das gesamte Team, wissen, dass die Verwirklichung
dieser anspruchsvollen Mission und Vision eine ganz besondere Unternehmenskultur
erfordert. Eine Kultur für die Zusammenarbeit mit unseren Kunden in den Märkten
und den Mitarbeitern im Team.

"Nobody is perfect". Eine Lebensweisheit, die natürlich auch für uns vom expert TECHNOMARKT
gilt. Aber wir tun alles, um unseren Kunden jederzeit maximalen Service zu bieten.

Unsere Marketingphilosophie

Marketing bedeutet kundenorientierte Unternehmensführung. In diesem Sinne orientiert sich
das gesamte Unternehmen an folgender Philosophie:

Kundennutzen-Maximierung

Maximaler Kundennutzen ist unser Ziel, unser Erfolg das Resultat.

Konsequente Kundenorientierung

Wir führen einen engen Dialog mit unseren Kunden. So kennen wir deren Anforderungen genau und
wissen, wie wir sie optimal erfüllen.

Anspruch

Durchschnitt ist uns nicht gut genug. Deshalb stellen wir höchste Ansprüche an die Arbeitsqualität jedes
Mitarbeiters, Lieferanten und Dienstleisters. Und erreichen dadurch Spitzenleistungen in allen Bereichen.

Konzentration statt Verzettelung

Wir konzentrieren uns auf den Ausbau unserer Kernkompetenzen und Stärken in unserem
Marktsegment, statt uns mit einem zu breiten Aktivitätsspektrum zu verzetteln.

Jeder Kontakt als positives Erlebnis

Wir wollen, dass jeder Kontakt für unsere Kunden zum positiven Erlebnis wird.
Wir haben uns deshalb einem einzigartigen Verhaltensprofil verschrieben.

 

Unser Verhaltensprofil

Fairness

Wir behandeln jeden Kunden so, wie wir auch selbst behandelt werden möchten.

Freundlichkeit

Wir bedienen unsere Kunden jederzeit freundlich und gut gelaunt.

Geduld und Nachsicht

Wir haben Verständnis für Fragen und Unkenntnis unserer Kunden.

Hilfsbereitschaft

Wir bemühen uns sofort um die Anliegen und Wünsche unserer Kunden.

Zuverlässigkeit

Wir halten Zusagen jeglicher Art unbedingt ein. Falls das einmal etwas länger dauern sollte,
sorgen wir für einen rechtzeitigen Zwischenbescheid.

Fehlervermeidung

Fehlervermeidung hat immer Vorrang vor der Wiedergutmachung von Fehlern.

Überkompensation

Sollte dennoch einmal ein Fehler auftreten, sind Einsicht, Entschuldigung und ein Wiedergutmachungspaket
selbstverständlich. Damit wir Kundenerwartungen bei weitem übertreffen.

Streitvermeidung

Wir vermeiden Konfliktsituationen mit unseren Kunden.

Dieses Verhalten verschafft unseren Kunden positive Erlebnisse und uns Anerkennung,
Erfolg und Spaß bei der Arbeit.

 
From: "Rudolf Kuhr" <humanist.aktion@t-online.de>
To: Geschäftsleitung@expert-technomarkt.de
Date: Sun, 9 Dec 2001 18:47:44 +0100
Subject: Kunden für Kunden?

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihnen zunächst zu Ihrer hervorragenden Firmen-Philosophie 'Einblicke' gratulieren!

Allein schon die Absicht, diese Vorstellungen auch umzusetzen würde mich zum Kauf bei Ihnen einladen.

Meine Erfahrung ist allerdings die, daß ich als Laie den Namen 'Expert-Technomarkt' so verstehen lernte, daß man selber Experte sein sollte, wenn man dort einkauft, zumindest was Computer betrifft.

Ich habe mich als Nichtexperte sehr bald hilflos und unwohl gefühlt.

Ich weiß nicht, ob Ihr Motto "Wir führen unsere Kunden fachkundig durch die Welt der Technik von heute und morgen" noch für Sie gilt, falls nicht - oder aber auch als Ergänzung Ihres Services - möchte ich anregen, einen Versuch zu starten:

Da die Zeit von Verkäufern für eine Betreuung von Computer-Käufern mit wenig Fachkenntnissen (NACH einem Kauf!) nicht unbegrenzt sein kann und der Verweis an eines Ihrer Servicecenter nicht als optimal gelten dürfte, wäre es vielleicht sinnvoll, per Internet eine Selbsthilfegruppe 'Kunden helfen Kunden' anzuregen, wo ein Erfahrungsaustausch stattfinden könnte.

Auch fände ich es als Kunde gut, wenn Sie in Ihren Märkten Gelegenheiten zu Anregungen, Verbesserungen und zu Kritik per Vordruck oder per eMail bereit hielten.

Ich könnte mir beispielsweise vorstellen, daß Sie auf Ihrer Web-Seite eine Liste mit Links zu den privaten Homepages Ihrer Kunden anbieten würden. Und ich wäre bei einer zufriedenstellenden Beratung gern bereit, auf meiner Seite einen Link zu Ihrer Seite zu schalten.

Gibt es eine eMail-Adresse für Ihren Markt in FFB? Ich warte seit Monaten auf Ersatz für eine fehlerhafte TV-Karte und mag nicht mehr am Telefon die Verkäufer stören und mich mit Argumenten, daß z.B. wegen Umbau noch keine Lieferung da sei usw. wiederholt vertrösten lassen.

Bei einer Anfrage per eMail und einer kurzen Eingangsbestätigung hätte ich das Gefühl, daß meine Angelegenheit im Vergleich zum Telefonat nicht so leicht in Vergessenheit gerät.

Zu weiteren Auskünften über meine Erfahrungen mit Ihrer Firma bin ich - bei Interesse - gern bereit, zumal es ja auch mein Bemühen ist, die Verbesserung der Qualität des Menschlichen zu fördern.

Mit freundlichem Gruß

Rudolf Kuhr

http://www.humanistische-aktion.de

 
expert TechnoMarkt
Fürstenfeldbruck GmbH & Co. KG

Kurt- Huber- Ring 1-3
82256 Fürstenfeldbruck
Tel.: 08141/ 32341 - 17
Fax: 08141/ 32365 - 65
www.expertonline.de

Date: Wed, 12 Dec 2001 23:00:08

 

Sehr geehrter Herr Kuhr!

Bitte wenden Sie sich mit Ihrem Problemen doch an Herrn M... oder mich. Es sollte sich bestimmt umgehend ein adäquater oder besserer Ersatz für Ihre Karte bei uns finden lassen.

Ihr Ärgernis nehmen wir betroffen zur Kenntnis und hoffen jetzt auf eine rasche Beseitigung des Mangels.

Mit freundlichen Grüssen: A. K...,

Geschäftsführung expert TechnoMarkt Fürstenfeldbruck

.

Email: AK...@expert-Techno.de

 

Die Problem-Lösung

 
Es wurde eine andere Karte eingebaut um diese sofort wieder durch eine weitere zu ersetzen, als festgestellt wurde, daß diese nicht die ursprunglich vorhandene Fernbedienung enthielt. Der Umbau mit der ensprechenden Programmierung dauerte etwa zwei Stunden. Mein Wunsch nach (automatischer) Einrichtung der TV-Kanäle stieß zunächst auf Ablehnung, weil angeblich keine einwandfreie Empfangsmöglichkeit des Kabelfernsehens bestünde. Mit Hilfe des Geschäftsführers war dies dann schließlich doch noch möglich.

Wieder zu Hause angekommen funktionierte das Netzwerk nicht mehr. (Beim Einbau der neuen TV-Karte mußte diese aus Platzgründen mit der Netzwerk-Karte getauscht werden.) Nach mehreren telefonischen Versuchen, das Netzwerk wieder in Betrieb zu setzen - auch verschiedene Netzwerk-Spezialisten der Service-Abteilung konnten das Problem nicht lösen - wurde eine Rückgabe des Netzwerkes vereinbart.

Das Netzwerk hatte ich übrigens nur deshalb gekauft, weil ich die Daten von meinem alten Rechner auf den neuen übernehmen wollte. Obwohl ich zwei verschiedene Verkäufer nach einem einfachen Kabel fragte - mit dem aus meiner Erinnerung an einen vor Jahren erfolgten Fall ein Überspielen ohne Netzwerk möglich gewesen war - versicherte man mir, daß dies ohne Netzwerk nicht ginge. Ein Nachbar half mir später mit einem sogenannten Null-Modem-Kabel.

Ein einwandfreier Empfang von Teletext-Seiten vom Fernsehen ist trotz Kabelanschluß noch immer nicht möglich (Fabrikat: WinTV-PCI-FM Modell 718 'Hauppauge'). Ich habe aufgegeben.

*

Auch mit der Technik von Telekom hören die Probleme nicht auf. Die eMail-Programme werden immer unübersichtlicher, komplizierter und anfälliger, so daß ich auf die sogenannten Updates lieber verzichte.

 

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02.03.03