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Liste der mutigen Abgeordneten im
Bundestag
mit ihren monatlichen Einkünften
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Angelika Volquartz *1946 CDU. Abgeordneten-Diät DM 12 875,--;
Kostenpauschale DM 6.520,--; keine Nebeneinkünfte. Email: angelika.volquartz
(at) bundestag.de
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Hans Martin Bury *1966 SPD. Gehalt als Staatsminister DM 19.464,--;
Abgeordneten-Diät DM 7.293,--; Kostenpauschale DM 4.890,--;
Erklärungen dazu: Kostenpauschale: 4844 Mark monatlich.
Nebeneinkünfte: 5000 Mark pro Jahr als Verwaltungsrat der Deutschen
Ausgleichsbank. Ausgaben: Büromiete (894 Mark), Porto (300 Mark) und
Telefon (298 Mark) http://www.bury.de - Email: post (at) bury.de
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Jörg Tauss *1953 SPD. Abgeordneten-Diät DM 12.839,73;
Kostenpauschale DM 6.459,--; Nebeneinkünfte aus Miete DM 800,--; Honorare
DM 80,-- bis DM 380,--. Erklärungen dazu: http://www.tauss.de - Email:
joerg (at) tauss.de
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Christian Simmert *1972 Grüne. Abgeordneten-Diät DM 13.311,73;
Kostenpauschale DM 6.384,--; Erklärungen dazu: http://www.simmert.de
- Email: SimmertMdB (at) aol.com
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. . . ?
Die Diäten-Rangliste der
Länderparlamente
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Hessen: 6401 Euro Grundentschädigung im Monat plus 511 Euro Kostenzulage
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Bayern: 5718 plus 2686 Euro Kostenpauschale
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Niedersachsen: 5403 plus 1027 Euro Aufwandsentschädigung
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Rheinland-Pfalz: rund 4981 plus 1 125 Euro Unkostenpauschale
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Nordrhein-Westfalen: 4807 plus 1206 Pauschale
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Baden-Württemberg: 4557 plus 889 Euro Pauschale
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Saarland: 4429 Euro plus Kostenpauschale
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Brandenburg: 4399 plus 872 Euro für Kosten
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Thüringen: 4318 plus rund 1050 Euro Aufwandsentschädigung
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Sachsen: 4284 plus 1161 Euro Kostenpauschale
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Sachsen-Anhalt: 3937 plus 997 Euro Kostenpauschale
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Schleswig-Holstein: 3926 plus 818 Euro Kostenpauschale
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Mecklenburg-Vorpommern: 3890 plus 1098 Euro Kostenpauschale
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Berlin: 2951 plus Kostenpauschale 870 Euro
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Bremen: 2485 plus Amtsausstattung 421 Euro
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Hamburg: 2224 Euro plus Kostenpauschalen unterschiedlicher Höhe
Die Rangliste mit Stand Mai 2003 richtet sich nach den Grundentschädigungen
für Landtagsabgeordnete
der einzelnen Bundesländer laut der jeweiligen Abgeordnetengesetze.
Ausnahme ist die Angabe für das
Saarland: Quelle ist die Vergleichstabelle des Bayerischen Landtags vom August
2002.
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Gehälter: Wer verdient was?
Von Arzt bis Verkäuferin: die aktuelle
Einkommens-Liste (6/2000)
Tabu-Thema Gehalt. TVneu lüftet das Geheimnis: Durchschnittlicher
Brutto-Verdienst, Zulagen, Überstunden - die Gehalts-Übersicht
von A bis Z. Arzt/Ärztin: Anfangsgehalt ca. 5200 DM, nach 15
Jahren mit Ortszuschlägen und Wechselschichtzulagen knapp 7600 DM.
Chefärzte: Zwischen 6400 DM und 10000 DM. Briefträger/in:
3100 DM, nach 20 Jahren 4100 DM. Verheiratete/2 Kinder: 320 DM mehr.
Feuerwehrmann: 2800 DM, nach acht Jahren knapp 3400 DM. Zulage: 240
DM im Monat, im 1. Jahr 120 DM. Friseur/in: 1435 DM, nach fünf
Jahren bis 2400 DM. Überstunden 50%. Kfz-Handwerk: 1915 DM, nach
20 Jahren bis 5337 DM. Überstunden 25%, sonntags 70%, feiertags bis
175%. Krankenschwester: 3450 bis 4330 DM, Oberschwester 5520 bis 7340
DM (mit Orts-und Schichtzulage). Lockführer: 4200 bis 5600 DM
(nach 15 Jahren). Zuschläge: nachts 2,50, sonntags 6,39, feiertags 7,73
DM/Stunde. Müllabfuhr: Ein 20-Jahriger fängt mit 3264 an,
steigert sich in 20 Jahren um 1500 DM. Überstunden, z.B. sonntags 25%.
Polizist/in: Ledige Polizeimeister beginnen mit 3045 DM (inkl. Zulagen
3500 DM). Nach ca. 25 Jahren als Oberkommissar 5100 (inkl. Zulagen 7000 DM).
Schornsteinfeger: Zwischen 4000 und 4800 DM,
Bezirksschornsteinfegermeister ca. 1000 DM mehr. Verkäufer/in:
2760, nach fünf Jahren 3100 DM. Überstunden 25%. sonntags 120%.
feiertags 200%. Zahnarzthelferin: 2450 DM, nach fünf Jahren 3000
DM.
TVneu 23/2000
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(Durchschnitts-Einkommen BRD 2004: 31.000 Euro/Jahr = 2.583 Euro/Monat)
Die Raffkes von Brüssel
Bedienstete der Europäischen Union
verdienen fast doppelt soviel wie ihre
Kollegen in Deutschland. Trotzdem sperren sie sich gegen
Sparkonzepte
Die 300 Büroboten im Brüsseler Breydel-Gebäude können
sich nicht beklagen. Ihr Dienstherr, die EU-Kommission, sorgt
großzügig für ihr finanzielles Wohlergehen. Bis zu 5000 Mark
netto, einschließlich diverser Zulagen, streichen die "huissiers"
(Amtsdiener) jeden Monat für die Post- und Aktenverteilung im Hauptquartier
der Europäischen Union ein. Niemand kommt zu kurz in Brüssel.
Handwerker und Sekretariatskräfte bringen es in EU-Diensten in der
höchsten Dienstaltersstufe nach Abzug von Steuern und Versicherungsabgaben
auf monatlich 6500 bis 7500 Mark. Übersetzern und Dolmetschern bleiben
dementsprechend zwischen 9500 und 12500 Mark in der Tasche. Referenten werden
mit Netto-Monatseinkommen von bis zu 18000 Mark entlohnt, Abteilungsleiter
mit maximal 21500 Mark. Einkünfte, von denen die Kollegen in den
Mitgliedsstaaten der Union nur träumen können, fließen vor
allem auf die Konten der Brüsseler Spitzenbeamten.
Dank eines hohen Grundgehalts und inklusive sämtlicher Zulagen kassieren
die 57 EU-Generaldirektoren in der Gehaltsstufe A1, von denen sieben aus
Deutschland kommen, pro Monat unter dem Strich bis zu 27000 Mark - nahezu
doppelt soviel wie vergleichbare Ministerialdirektoren in der Bundesrepublik.
Die 19 EU-Kommissare, zu denen Ex-Wirtschaftsminister Martin Bangemann und
die ehemalige ÖTV-Chefin Monika Wulf-Mathies zählen, werden mit
monatlichen Nettoeinkünften von etwa 30000 Mark bedient. "Die Gehälter
der rund 30000 EU-Bediensteten in Brüssel, Luxemburg und Straßburg",
kritisiert der Bund der Steuerzahler in Wiesbaden, "sind in den letzten 20
Jahren völlig aus dem Ruder gelaufen." Während der Bürger
vom Fiskus immer "härter geschröpft wird", wettert
Verbandspräsident Karl Heinz Däke, "stopfen sich die Eurokraten
weiterhin ungeniert die Taschen voll".
Harsche Kritik an den Pfründen und Privilegien der EU-Beschäftigten
kommt auch aus Bonn. Nach Ansicht von Reinhard Riegel, Leiter des Referats
für Internationales Dienstrecht im Bundesinnenministerium, hat die
Europäische Union inzwischen den "Charakter eines
Quasi-Selbstbedienungsladens". Ihr Besoldungs- und Versorgungsrecht werde
zunehmend zum "heißen Eisen". Im Durchschnitt haben die Beamten und
Angestellten in der Brüsseler Zentrale und deren Dependancen, so Riegel
in einer Bundesanzeiger-Beilage, 80 bis 100 Prozent mehr in der Tasche als
ihre Kollegen in Deutschland. Vor allem Bonner Politiker wollen sich nicht
länger damit abfinden - zumal ein Drittel der rund sechs Milliarden
Mark EU-Personalkosten von deutschen Steuerzahlern aufgebracht wird. Vor
wenigen Wochen forderte der Haushaltsausschuß des Bundestages die Bonner
Regierung auf, bei der vorgesehenen Verwaltungsreform in der EU eine
Änderung des Besoldungsniveaus durchzusetzen. Bundesrat und
Bundesrechnungshof haben schon seit längerem entsprechende Schritte
angemahnt.
Ins Geld gehen nicht nur die jährlich steigenden Grundgehälter,
sondern auch etliche "Schmankerln", die "alle Grenzen des guten Geschmacks
überschreiten" (Riegel). So erhalten EU-Bedienstete eine Auslandszulage
von 16 Prozent des Grundgehalts - selbst wenn sie am Dienstort einen festen
Wohnsitz haben. Als "regelrecht grotesk" bezeichnet es der Bund der Steuerzahler,
daß Brüssel - ohne Kostennachweis - für jedes Kind bis zur
Vollendung des 26. Lebensjahres ein Schulgeld von 360 Mark gewährt.
Auch bei der Erstattung von Dienstreisekosten läßt sich die EU
nicht lumpen. Tagegeld und Übernachtungspauschale liegen um bis zu 100
Prozent über den Sätzen, die Beamten in der Bundesrepublik zugestanden
werden.
Äußerst generös ist zudem die Altersversorgung für die
EU-Beschäftigten. Bereits mit 60 können sie ohne finanzielle Abstriche
in Pension gehen. Bleibt jemand bis zum 65. Lebensjahr, wird ihm diese
Entscheidung laut Riegel "geradezu vergoldet". Für jedes Jahr
zusätzliche Dienstzeit erhalte er nicht nur die übliche zweiprozentige
Anpassung der Pensionsbezüge, "sondern zusätzlich einen Bonus von
fünf Prozent der bis zum 60. Lebensjahr angewachsenen
Versorgungshöhe". Fast 9000 Pensionäre profitieren bereits von
dieser außergewöhnlichen Ruhestandsregelung. Bis zum Jahr 2007
wird ihre Zahl auf 14000 ansteigen; zumal die EU-Kommission kaum etwas tut,
um zu rationalisieren, sondern den Verwaltungsapparat weiter aufbläht.
Darben muß wahrlich niemand in Brüssel. EU-Mitarbeiter dürfen
mit Sonderausweisen in exklusiven "Economat"-Läden einkaufen, die das
Feinste für Küche und Keller bieten, vor allem landestypische
Delikatessen aus ganz Europa. Und das zu Preisen, die weit unter üblichem
Niveau liegen. Das "gern ins Feld geführte Argument, EU-Beamte hätten
besonders hohe Lebenshaltungskosten" und müßten deshalb
überdurchschnittlich entlohnt werden, ist nach Ansicht von Kritikern
wie dem Steuerzahlerbund nicht überzeugend. Für wenig einleuchtend
hält der zudem die Behauptung, ohne außerordentliche Bezahlung
sei es nicht möglich, Fachkräfte aus ihrer Heimat nach Brüssel
oder Luxemburg zu locken. Tatsächlich fehlt es nicht an Bewerbern. So
meldeten sich für rund 500 Beamtenstellen, die vom Herbst an besetzt
werden sollen, 30000 junge Akademiker aus ganz Europa.
Der in Brüssel offenkundig gewordene "Verlust der Maßstäbe"
(Riegel) stößt nicht nur in Deutschland auf Unmut. Widerstand
gegen die Spitzenbezüge der Eurokraten kommt auch aus Finnland, nachdem
dort bekannt ge-worden war, der Chef der EU-Vertretung in Helsinki verdiene
mehr als der finnische Ministerpräsident. Aber bei ihren Bemühungen,
mehr Einfluß auf die Besoldung zu bekommen, bissen die nationalen Politiker
bisher auf Granit. Jetzt rächt sich, daß sie einst der EU-Kommission
das alleinige Vorschlagsrecht bei der Festlegung des Gehaltsgefüges
eingeräumt haben. Hartnäckig verteidigt der Brüsseler
Beamtenapparat nun sein "Recht auf Selbstbedienung" (Steuerzahlerbund), ohne
Rücksicht auf Sparappelle und -programme.
Daß dies nicht so weitergehen kann, sehen inzwischen auch manche
Kommissionsmitglieder ein. Aufgescheucht durch den Druck vor allem aus Bonn,
Helsinki und Amsterdam, bastelte der für Personalpolitik zuständige
EU-Kommissar Erkki Liikanen in aller Stille an einem Konzept, das wenigstens
eine Teilreform des Brüsseler Bürokratie-Molochs und
Besoldungsgefüges bringen sollte. Zu den Kernpunkten der Reform zählte
die Forderung, leitende Beamte aus den Mitgliedsstaaten befristet auf fünf
Jahre nach Brüssel zu entsenden und deren Gehälter aus den nationalen
Kassen zu bezahlen. Beförderungen sollten nicht mehr automatisch, sondern
nach Leistung erfolgen. Die generelle Unkündbarkeit der EUBeamten, so
das Liikanen-Papier, müsse aufgehoben werden.
Die Betroffenen witterten einen Anschlag auf ihre Unabhängigkeit und
demonstrierten, wer Herr im Hause ist. Erst muckten die Büroboten gegen
eine geplante Änderung ihrer dienstlichen Zuordnung auf und ließen
Anfang März 48 Stunden lang Post und Akten in der EU-Zentrale liegen.
Unmittelbar vor dem Brüsseler Gipfel, auf dem die Regierungschefs die
Einführung des Euro besiegelten, traten rund 15000 Bedienstete einen
Tag lang in Streik. Der Protest, so der EU-Gewerkschafter Loek Rijnoudt,
"schlug ein wie eine Bombe" und zwang den Finnen Liikanen Mitte Mai, sein
59seitiges Reformkonzept erst einmal vom Tisch zu nehmen. Jetzt soll ein
Sonderausschuß darüber beraten.
Richtig brisant dürfte das Thema Anfang 1999 werden, wenn Bonn für
ein halbes Jahr die Präsidentschaft in der Union übernimmt. Angesichts
des drastischen Anstiegs der deutschen EU-Zahlungen von jetzt rund 43 auf
50 Milliarden Mark bis 2001 soll dann die Bundesregierung nach dem Willen
des Haushaltsausschusses massiv zum Angriff auf die Brüsseler
Supergehälter blasen. Wie der Machtkampf ausgeht, ist offen. Gewerkschafter
Rijnoudt gibt sich siegesgewiß: "Bonn alleine kann nichts ausrichten."
Herbert Uniewski / Albert Eikenaar © Stern
1998/26
Gewerkschaften
Ver.di-Chef Bsirske verdient jetzt 27.000
Mark im Monat
Der Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Frank Bsirske,
kann sich zukünftig über 27.000 Mark monatlich freuen. Der
Gewerkschaftsrat habe einer entsprechenden Beschlussvorlage mehrheitlich
zugestimmt, bestätigte ver.di-Sprecher Harald Reutter am Freitag der
AP. Mit dem kräftig aufgestockten Gehalt werde der Tatsache Rechnung
getragen, dass der frühere ÖTV-Vorsitzende Bsirske jetzt Chef der
weltweit größten Einzelgewerkschaft sei.
Dem Beschluss des ehrenamtlich tätigen Gewerkschaftsrates waren teilweise
heftige Diskussionen vorausgegangen. So stellte der Betriebsrat der Bergedorfer
Zeitung in Hamburg zwar fest, dass hauptamtliche Funktionäre ordentlich
bezahlt werden müssten. Gehälter von über 20.000 bis 30.000
Mark monatlich seien jedoch kontraproduktiv.
Der Betriebsrat erinnerte daran, dass der frühere IG Medien-Vorsitzende
Detlef Hensche mit 12.000 Mark im Monat ausgekommen und dabei «immer
mit einer alten Aktentasche und meist per Bahn durch die Republik gereist»
sei. Es habe den Mitgliedern «schon gestunken, dass die Hauptverwaltung
sündhaft teure Büroräume am Potsdamer Platz» in Berlin
bezogen habe, heißt es in einem Schreiben des Betriebsrates. Vor Ort
sei ver.di dabei, das «verbliebene Kleinvermögen des Ortsvereins
einzusacken.» Dagegen werde man jetzt erbittert Widerstand leisten.
Auch der ver.di-Landesbezirk Bayern soll sich gegen die Gehaltserhöhungen
ausgesprochen haben.
Reutter bestätigte zwar, dass es Diskussionen gegeben habe, von heftigen
Protesten aus Landesbezirken sei ihm jedoch nichts bekannt. «Eine
Personalkommission hat im Vorfeld geprüft, wie die Gehaltsstruktur in
anderen Organisationen aussieht», sagte er. Dabei habe man es sich nicht
leicht gemacht. Es sei wichtig gewesen, wie der Struktur der neuen Gewerkschaft
Rechnung getragen werden könne.
Dabei sei man zu dem Ergebnis gekommen, dass die «Wahlangestellten nicht
in Nachwirkung zu den Altorganisationen» bezahlt werden könnten,
sagte Reutter. Zudem müsse man auch Anreize schaffen, geeignete Leute
in allen Ebenen gewinnen zu können. «Es war Einschätzung des
Gewerkschaftsrates, dass gute Spitzenfunktionäre auch gut bezahlt werden
müssen», meinte Reutter. Eine Erklärung seines Chefs zu der
Gehaltsfrage wollte Reutter nicht mitteilen. «Es ist nicht die Sache
von Herrn Bsirske, sein Gehalt zu bestimmen und zu kommentieren», sagte
der ver.di-Pressesprecher.
Be© ap - Meldung vom 28.09.2001 17:14 Uhr Berlin
(AP)
*
(Durchschnitts-Einkommen BRD 2004: 31.000 Euro/Jahr = 2.583 Euro/Monat)
Hausarbeit
Wie viel ist sie wirklich wert?
Er macht Karriere, sie kümmert sich um Kind und Küche. Hausfrauen
erledigen oft einen Knochenjob. Doch bezahlt machte sich das nicht. Diese
Ungerechtigkeit hat jetzt das Bundesverfassungsgericht in seinem neuesten
Urteil im Fall einer geschiedenen Frau beseitigt.
Putzen, kochen, Kinder großziehen: Wie viel Lohn ist dafür
angemessen?
Nach Berechnungen des "Verbandes der Familienfrauen und -männer"
etwa 2250 Euro brutto im Monat. Dabei wird eine 40-Stunden-Woche zugrunde
gelegt. Ohne Überstunden und Wochenendarbeit.
Das Bundesverfassungsgericht hat jetzt entschieden, dass Hausarbeit soviel
wert ist wie ein "normaler" Job. Wie profitieren Frauen davon?
Das Urteil (AZ: 1 BVR 105/95) bezieht sich lediglich auf die Folgen einer
Scheidung. Geht eine Frau nach der Trennung wieder arbeiten, muss ihr Ex-Mann
jetzt mehr Unterhalt an sie zahlen.
Wie viel Unterhalt kriegt sie jetzt mehr?
Beispiel: Der Mann hat 3000 Euro im Monat, seine Ex 1000 Euro. Bisher bekam
sie drei Siebtel von seinem Gehalt: 1286 Euro. Davon wurden ihre 1000 Euro
Gehalt wieder abgezogen. Ihr blieben 286 Euro Unterhalt. Jetzt wird die Differenz
zwischen beiden Einkommen ermittelt. 3000 minus 1000=2000 Euro. Von den 2000
Euro bekommt die Frau drei Siebtel als Unterhalt (= 857 Euro). Fast drei
Mal mehr als vorher.
Kriegen Ehefrauen für den Dienst an der Familie nichts?
Nur die Erziehung der Kinder lohnt ihnen der Staat. Für jedes Kind,
das nach dem 1.1.1992 geboren wurde, kriegen Mütter drei Jahre
Erziehungszeit bei der Rente angerechnet, etwa 150 Euro pro Sprössling.
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