Humanistischer Infodienst

Reaktionen (3)

(und vereinzelte Kommentare aus Antwortbriefen dazu. Die Namen wurden anonymisiert.)
 


zur Ausgabe August 2005 - Geborgenheit und Religion - Weltjugendtag - Gemeinschaft und die Nähe Gottes erleben!


Lieber Herr Kuhr,

vielen Dank für Ihren Brief und die Stellungnahme die Sie darin geben.

Eigentlich kann jedem kritischen Mensch dieses hochgepuschte Medienereignis nur sauer aufstoßen. Mir ging es genauso wie Ihnen, als ich hörte "... mit militärischen Ehren empfangen".

...

Alles Liebe und sonnige Grüße aus dem Norden
Ihr
Rolf I.

31.08.05


Lieber Herr Kuhr,

Stimme Ihren Worten voll zu. Habe auch mit Interesse die entsprechenden Artikel im 'Gespräch aus der Ferne' gelesen.
Weise Worte bezüglich Konditionieren von Kindern finden sich auch bei Osho, viele weise Worte gibt es von und über dem Weisheitslehrer Gurdjeff, sollte öfters zitiert werden.

Viele Grüße

Angela M.

27.08.05


Hallo Herr Kuhr,

ich finde Ihre Ausführungen extrem einseitig. Mit Ihren Vergleichen (siehe 2. Absatz)haben Sie sich massiv vergriffen. Ich stelle mir die Frage, ob Sie sich jemals wirklich mit der Thematik Religion und Glauben auseinandergesetzt haben. Ihr Artikel zeit mir jedenfalls vollkommene Unkenntnis zu diesem Thema. Über etwas zu urteilen, wie Sie das unterschwellig tun, das man nicht kennt bringt keinen weiter. Insofern frage ich mich was Sie mit Ihren Ausführungen bezwecken.

Ich habe an solchen Propagandaschriften kein Interesse. Bitte senden Sie mir keine Mails mehr.

Reinhard F.

25.08.05


Lieber Rudolf,

ganz herzlichen Dank für Deine klaren Worte. Es scheint unumgänglich, dass der von sich selber abgespaltene Mensch, sich im Chaos auf das wir zusteuern, einmal mehr an solche Führerfiguren klammern werden.
...

Herzliche Grüsse

Willi

24.08.05


Lieber Herr Kuhr!

Danke für die Mail! Also den Hügel auf dem Marienfeld hat jemand gekauft, der wird also nicht zurückgebaut und auf dem soll später eine Kapelle erichtet werden. (Ich wohne hier unmittelbar neben dem Gelände.) Und ich habe zu dem Thema auch ein Stichwort geschrieben, siehe Anlage.

Ich war ja auch dort - und es war etwa ganz lieb, wie sich koreanische oder auch kanadische Mädels vorbereitet hatten und mir gleich an meinen Pullover oder an meine Rucksackgurte ihre Buttons geheftet hatten, als ich sie fotografierte - oder irgendwelche Anhänger gehäkelt hatten, von denen einer jetzt an meiner Digitalkamera hängt. Das ist einfach entwaffnend - so etwas muß einfach sein! Alle Kritik verpufft da einfach ins Nichts! Und wirkt lächerlich und miesepeterisch!

Sie kennen mich ja inzwischen: Wir brauchen nicht eine Abschaffung von Kirche und Religion - sondern eine leicht andere Nuancierung hin zu wirlichem Humanismus und weg von der Priesterreligion, um es einmal so zu sagen.

...

Tschüs
Ihr
M.P.

23.08.05


Hallo Herr Kuhr,

...

Ich konnte es mir schon denken, daß Ihnen der Weltjugendtag nicht so sonderlich gefallen hat. Und das ist ja wohl harmlos ausgedrückt. Ich vermute, daß die Jugend aus lauter innerer Not sich solchen Veranstaltungen zuwendet. Zu schelten ist sie deshalb nicht - sie versucht nur, das noch vorhandene Sinnpotential dieser jetzigen Welt in irgend einer Weise für sich nutzbar zu machen.

Der Papst gibt da für mich eine ganz merkwürdige Erscheinung ab. Auf der einen Seite erscheint er mir wie ein Kind, welches die Wunder einer Schaubudenveranstaltung bestaunt. Andererseits machte seine riesige Kette von Gesprächen mit wichtigen Politikern nicht den Eindruck, es mit einem allem Irdischen entsagenden Heiligen zu tun zu haben.

...

Ich grüße Sie recht herzlich und wünsche Ihnen Anklang und Erfolg.

Ihr Peter T.

23.08.05


lieber rudolf kuhr,

es freut mich, wie beharrlich Sie auf der seit jahren gleichen linie bleiben und sich von keinem noch so pompösen papst-spektakel beirren lassen ...

es würden sich freuen spinoza und epikur, schopenhauer oder lichtenberg, giordano bruno oder - eigentlich hätte ich auch rudolf kuhr in mein büchlein über die beharrlichkeit der philosophen aufnehmen sollen ...

www.frizztext.de/ratzinger.html

mit freundlichen grüßen:

Dietmar F.

23.08.05


Sehr geehrter Herr Kuhr

Danke für die Zusendung der Nachricht zum Weltjugendtag. Ihren Kommentar kann ich nur 100%ig annehmen und bestätigen.

...

Herzlichen Dank und beste Wünsche

Claudius K.

23.08.05


Lieber Rudolf Kuhr,

auch mir ging dieser Papst-Hype auf die Nerven. Habe dazu gestern was in mein Blog geschrieben, auf www.schreibkunst.com. Schauen Sie mal dort rein! Und vielleicht sollten wir uns auch verlinken, wenn wir das nicht schon getan haben (ich betreue unsere Webseite ja nicht selbst)

Mit freundlichem Gruß

Wolf Schneider
Hrsg. der Zeitschrift connection

23.08.05


zur Ausgabe Februar 2005 - Überwältigende Täuschung - Abstimmungs-Ergebnisse vom 21.02.05 - Schein und Wirklichkeit


Lieber Herr Kuhr,

ich möchte mich noch herzlich bedanken für Ihre interessante Wahlanalyse. Es ist gut, wenn immer deutlicher wird, dass unsere Parteienherrschaft, die weitgehend eine Politik für die global agierende Piratenwirtschaft ist, immer weniger Anhänger findet.

Ich habe mich gefreut, dass Ihre Analyse auch in "Neue Politik" veröffentlicht wurde. (www.neuepolitik.com)

Herzliche Grüße

Manfred Sch.

22.06.05


Lieber Herr Kuhr,

vielen Dank für die Aufbereitung der Zahlen - bei der Berichterstattung über die Abstimmung in Spanien ist der Süddt. Zeitung, die sich zum Protagonisten der EU-Verfassung macht, die Formulierung "entglitten": "77% der Stimmberechtigten... billigten sie"... Opfer der eigenen Propagandaabsichten?

Friedensgrüße Thomas R.

09.03.05


Hallo Rudolf,

die realistische Wahlauswertung (und ihre Verbreitung) wäre eine sehr demokratiefördernde und Bewusstsein bildende Maßnahme, der sich ein Team von Interessieren widmen müsste. Wie könnte Deiner Ansicht nach die Idee weiter realisiert werden?

Gruß, Bernd.

24.02.05


zur Ausgabe Dezember 2004 - Menschenbildung - Grundlage nachhaltiger Politik


Sehr geehrter Herr Kuhr,

Ihre folgenden Sätze treffen den Kern. (Ich würde Sie gern bei Gelegenheit weiterverwenden, wenn Sie gestatten.)

< So wie sich die Menschheit - insgesamt gesehen - untereinander und gegenüber der Natur verhält, kann sie sich kaum als erwachsen und mündig bezeichnen. Sie verhält sich im Grunde wie ein Bakterienstamm, der sich solange vermehrt, bis seine Lebensgrundlagen aufgebraucht sind. >
...
Mit freundlichen Grüßen

Dr. Jan G. S.

14.01.05


Lieber Herr Kuhr,

Dank für Ihre Mail! Schon beim ersten Lesen Ihrer Websites (HP) fand ich so viele Übereinstimmungen, dass ich einen Teil des Textes der Mail in meinem ZEITFRAGENFORUM II platziert habe. Wenn Sie damit nicht einverstanden sind, lösche ichs wieder.

Herzliche Grüße

Ihr Dietrich S.

07.01.05


Sehr geehrter Herr Kuhr,

ich teile Ihre Gedanken hinsichtlich der Weiterbildung der eigenen Persönlichkeit.
...
In Deutschland müßte Ganzheitlichkeit im Lehrplan der Schulen und Kindergärten stehen, da man es von den Eltern nicht erwarten kann. Wollen wir hoffen, dass durch das Wachstum der "Grünen" Partei, Yoga, Tai Chi und ähnlichem wie z.B. Ihre aufklärenden Briefe ein neues politisches Gewicht entsteht, das solche Veränderungen einläuten kann.

Mit lieben Grüßen

Horst W.

04.01.05


Sehr geehrter Herr Kuhr,

sicherlich haben Sie schon von der "Wahlalternative Arbeit und Soziale Grechtigkeit" (www.w-asg.de) gehört. Zumindest die Aussagen auch dieser politischen Gruppierung weisen doch in die entsprechende Richtung.

Mit freundlichen Grüßen

Dieter Langhans

21.12.04


Sehr geehrter Herr Kuhr,

mit der Selbstreflektion haben Sie einen ganz entscheidendes Thema angeschnitten. Genau das ist der Grund, warum es unser Gesellschaftsprojekt dynamik5 gibt. Zu diesem Thema veranstalten wir Anfang April eine kleine Tagung.
...

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Valentin

19.12.04


Hallo!

Ich habe mir erlaubt etwas korrigierend in Ihren Text einzugreifen:

"Menschenbildung im Einklang mit unserer biologischen Natur im dialektischen Sinne mit aller Widersprüchlichkeit als Grundlage ehrlicher Politik"

Trotzdem alles Gute und frohes Fest

Dr. Peter A.

18.12.04


... Der Text verdient es, verbreitet zu werden. ... "Mangelnde Selbstwahrnehmung und Realtiätsverlust" sehe ich auch in Teilen der Wissenschaft, insbesondere bei Physikern. ...

Helmut H.

18.12.04


wenn man es ernst nimmt, den menschen wieder in die mitte zu rücken, wo er hingehört, dann erübrigt sich politik und jegliches machtgehabe. ...

Mit besten Grüßen

Christian B.

18.12.04


Sehr einverstanden mit Ihren Texten. ...

Angela M.

17.12.04


Lieber Rudolf Kuhr,

vielen Dank für diesen Newsletter mit diesen zwei so wunderbar passenden Zitaten ...

Mit freundlichem Gruß

Wolf S.

17.12.04


Lieber Herr Kuhr,

danke für Ihre Mitteilungen - Recht haben Sie! Ob diese Ziele noch "evolutiv" zu erreichen sind, oder ob es erst zu noch größeren Katastrophen kommen muss - dass sich Grundlegendes ändern muss und wird, ist mir klar.
...
Mit freundlichen Grüßen

Dr. Johann Georg S.

15.12.04


zur Ausgabe September 2004 - Realitätsverlust bei Politikern und Medien - Nachruf auf die Wahl im Saarland am 05.09.04


Sehr geehrter Herr Kuhr,

vielen Dank für Ihre Mitteilung. Ich finde Ihre Sichtweise interessant.

Wie man auch die Prozente rechnet, bleibt das eigentliche Problem, nämlich, dass viele Bürgerinnen und Bürger nicht zu den Wahlen gehen. Es ist natürlich ein Recht und sollte auch nicht zu einer Pflicht werden, aber die niedrige Beteiligung ist ein sehr ernst zu nehmendes Zeichen für das Mißtrauen der Bevölkerung an die Politikerinnen und Politikern.

Mit freundlichen Grüßen

Tanju T.

PDS Bundesgeschäftsstelle - Referat Parteientwicklung

22.09.04


(Rubrik "Gegen alle Kandidaten" anzukreuzen. Vielleicht sollte bei uns ebenso verfahren werden, um die Wahlbeteiligung zu verbessern und das Protestwählen extremistischer Parteien unnötig zu machen.)

find ich ne klasse Idee, lass uns doch daraus eine INITIATIVE starten, ich bin dabei ...

KW K.

22.09.04


Danke Rudolf für deinen guten Artikel, den ich schon weitergeleitet habe.

Gruß

Anne F.

16.09.04


Sehr geehrter Herr Kuhr,

vielen Dank für Ihre E-Mail vom heutigen Tag, in der Sie die Art und Weise der Auswertung der Wählerstimmen bei der Wahl im Saarland kritisieren und Vorschläge machen, wie das Wahlverfahren Ihrer Ansicht nach gerechter gestaltet werden könnte. Der Europäische Bürgerbeauftragte, Herr Professor Diamandouros, hat mich gebeten, Ihnen zu antworten.

Der Europäische Bürgerbeauftragte hat die Aufgabe, Missstände in der Verwaltungstätigkeit der Organe und Einrichtungen der Europäischen Gemeinschaften zu untersuchen. Er bearbeitet Beschwerden über diese Organe und Einrichtungen, nimmt jedoch nicht zu allgemeinen europarechtlichen oder anderen politischen Fragen Stellung.

Wenn Sie beim Europäischen Bürgerbeauftragten eine Beschwerde über ein Organ oder eine Einrichtung der Europäischen Gemeinschaft einlegen möchten, finden Sie ein Beschwerdeformular auf der folgenden Internetseite:

http://www.euro-ombudsman.eu.int/form/de/default.htm

Da sich Ihre Initiative jedoch auf Deutschland bezieht, würde ich Ihnen raten, sich an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags zu wenden. Ein Petitionsformular finden Sie unter:

http://www.bundestag.de/parlament/gremien15/a02/pet_formular.pdf

Es ist zu richten:

An den Deutschen Bundestag
Platz der Republik 1
D - 11011 Berlin

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Wiebke P.

Sekretariat des Europäischen Bürgerbeauftragten

14.09.04


Danke, das war mir zwar auch schon aufgefallen:

Aber so detailliert durchgerechnet ist es eine richtige Sensation ...

Alles Schöne - Peter S.

13.09.04


Guten Tag, Herr Kuhr.

Es ist der zweite Brief, nach einer Wahl, in dem Sie die Wahlauswertung fragwürdig finden, weil die Nichtwähler nicht berücksichtigt wurden.

Ihre Ansicht teile ich nicht, ich kann sie nicht einmal nachvollziehen.

Für mich hat ein Mensch, der nicht wählt, jedes Recht auf Mitsprache oder gar Kritik verwirkt und hat auch keine Berücksichtigung verdient.

In welcher Weise sollte man sie auch berücksichtigen? Sie haben sich nicht geäußert..-welchem Lager wollen Sie die zurechnen? Wollen Sie die Sterne befragen?. Ja, auch wenn nur ein Mensch zur Wahl ginge, so hätte der Rest der Bevölkerung diese Wahl verdient. Alle hätten ja wählen können. Nein, sie hätten wählen m ü s s e n !!

Dass man ausgerechnet in Russland gegen alle Kandidaten stimmen kann war mir neu. Die Idee hat was. Wie auch immer man wählt, Ihren Vorschlag, die Nichtwahlwilligen-oder fähigen mit einzubeziehen ist für mich abstrus.

Stellen sie sich mal eine Firma vor in der alle Nichtwilligen-oder fähigen berücksichtigt werden...Vielleicht ist das zu oft geschehen. Das Ergebnis sehen wir.

Mit freundlichen Grüßen

Jutta J.

13.09.04

Guten Tag Frau J.,

danke für Ihre Zuschrift. Offenbar habe ich doch noch nicht so ganz überzeugend aufgezeigt, um was es mir geht. Berücksichtigung bedeutet hier keinesfalls, die Nichtwähler gleichzusetzen mit den Wählern, was das politische Pflichtbewußtsein betrifft. Lesen Sie hierzu auch den kurzen Text 'Wahlverweigerung? - Wahlenhaltung oder Stimmenthaltung?' <http://www.humanistische-aktion.de/wahlen.htm#nicht>

Mir geht es darum, realistische Zahlen zu bekommen, die auf der Grundlage von allen Wahlberechtigten errechnet werden, und dazu gehören nun mal neben Gleichgültigen, Analphabeten usw. auch Nichtwähler. Sie beeinflussen die Mehrheitsverhältnisse indirekt mit und sind deshalb, was den Wahrheitsgehalt der Auswertungen betrifft, nicht vernachlässigbar.

Stellen sie sich mal eine Firma vor in der alle Nichtwilligen oder -fähigen NICHT berücksichtigt werden. Die Firmenleitung würde sich der Täuschung hingeben, alle Mitarbeiter würden die Firma fleißig unterstützen. So wie sich die Parteien nach den Wahlen bezüglich der Ergebnisse einer Täuschung großer Gewinne hingeben, weil die Nichtwähler unberücksichtigt bleiben. Und auch die Medien täuschen mit ihren einseitigen Berichten sich und die Bürger.

Realpolitik braucht reale Fakten! Sie ist für die gesamte Bevölkerung verantwortlich und kann auch - im Gegensatz zu einer Firma - Nichtwillige oder -fähige nicht rauswerfen. Realpolitik muß - wie in einer Familie oder Schule - nach den eigenen Versäumnissen suchen, wenn es Störer oder Verweigerer gibt, und darf diese nicht ausgrenzen, sondern muß sie zumindest zur Kenntnis nehmen.

Mir hat jetzt der Ombudsmann im Europaparlament geraten, mich an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags zu wenden, um realistische Zahlen nach den Wahlen zu bekommen sowie eine Rubrik "Gegen alle Kandidaten" auf den Stimmzetteln zu erreichen.

Ich möchte Sie bei dieser Gelegenheit freundlich auf das Buch 'Wachstum an Menschlichkeit' aufmerksam machen (siehe Anhang) und bin gern zu einem weiteren Gedankenaustausch bereit.

Mit freundlichen Grüßen

Rudolf Kuhr

21.09.04

Guten Tag, Herr Kuhr,

danke dür Ihre Nachricht. Ja, ich verstehe Ihr Anliegen jetzt besser und soo weit sind wir vielleicht nicht auseinander. Ich kenne mich im Wahlrecht nicht gut aus. Kann man den Extremismus nicht vorerst dadurch unterbinden, daß man zur Wahl geht und den Zettel durchstreicht? Zählt das nicht als Wahlbeteiligung? Wenngleich ungültig. Ihr Vorschlag, dafür eine offizielle Möglichkeit einzurichten kann lange dauern.

Mit freundlichen Grüßen

Jutta J.

24.09.04


Lieber Herr Kuhr,

besten Dank für die aufschlussreichen Prozentzahlen.

Herzliche Grüße

Joachim G.

12.09.04


Hallo Rudolf,

Wußte ich gar nicht, daß es in Rußland auf den Stimmzetteln so eine Möglichkeit gibt.
...
ich überlege mir wie ich mich verhalte, bei der nächsten Wahl. ich mache meinen Wahlschein ungültig, oder vielleicht wähle ich einfach wieder grün, weil sie die einzigen sind ,die immer noch für den Austieg aus der Atomkraft sind.
...
Beate K.

12.09.04


Lieber Herr Kuhr,

vielen Dank für den "wachmachenden" Artikel über die Wahlbeteiligung. Auch mir geht es so, dass ich inzwischen am liebsten gar nicht mehr zur Wahl gehen möchte, da ich finde, dass unsere Parteien in der Summe das machen, was Frau Merkel getan hat: Die Dinge nicht beim "Namen" nennen.

Was mich an der ganzen Sache am meisten aufregt ist die irrsinnige Ignoranz gegenüber der Schöpfung und dem, was wir den Kindern hinterlassen.

Ich empfinde das wir in unserem neuen Jahrtausend nach wie vor an einem alten Lagerfeuer sitzen, das langsam immer kleiner wird und an dem nur noch die teilhaben, die starke Ellenbogen besitzen. Einen Artikel mit der Überschrift "SIND WIR AUF DEM WEG IN EINE ASOZIALE MARKTWIRTSCHAFT finden Sie dazu unter meiner Website www.oekosologie.de in der Rubrik ESSAYS. Vielleicht haben Sie ja die Zeit sich das einmal anzusehen.

Danke nochmal für Ihren hervorragenden Artikel und alles Gute

Ihr

ROLF I., Osnabrück

11.09.04


Hallo!

Sie wollen die Welt verändern aber auf einer anderen Grundlage als ich, allzu eingeengt auf
humanistischer Grundlage, die sich durch diese Beschränkung zu leicht in ihr Gegenteil verkehrt.
...
Leider hilft da kein Humanismus - nur Revolution.

Viele Grüße Peter A.

11.09.04


Sehr geehrter Herr
Sehr geehrte Frau

ich weiss, kann aber allein nichts ändern!

mit freundlichem Gruß

Michael H. B.

10.09.04


Wenn Wahlen etwas bewirken würden, wären sie längst verboten worden Rudolf. ...

Stefano M.

08.09.04


zur Ausgabe April 2004 - Ostern - Fest der Auferstehung?


Hallo Herr Kuhr

ich schätze ihren rundbrief sehr.

einige fragen zu ihrem artikel:

sie schreiben, der mensch müsste zum wahrhaften menschen auferstehen. wie kann er das tun ?
mit welchen Mitteln ? wie sieht das vor allem praktisch aus ?

was heisst es zu sich selbst zu finden ?

wovon soll die natur auferstehen, war sie jemals ganz tot ?

vielen dank für antwort

gruss

silvia r.

10.05.04

Antwort:

Hallo Silvia R...,

danke für Ihre Rückmeldung mit den anregenden Fragen.

Es freut mich und ist mir wichtig, zu erfahren, daß Sie meinen Rundbrief sehr schätzen, das ermutigt mich.

Wie kann der Mensch zum wahrhaften Menschen auferstehen? Er kann sich bemühen, mittels seines Verstandes und seines Gefühls sowie entsprechender eigener und fremder Gedanken eine ethische Orientierung zu gewinnen, die ihm ein sinnerfüllendes und menschenwürdiges Leben ermöglicht. So kann er sich darin üben, seine reale Identität zu finden in Kenntnis der extremen Möglichkeiten, sich einerseits als Krone der Schöpfung und Ebenbild Gottes zu sehen und andererseits als Fehlentwicklung der Natur und deren Zerstörer. Er kann den Sinn seines Lebens in der größtmöglichen Entfaltung und Vervollkommnung der eigenen Persönlichkeit in größtmöglicher Harmonie und Verbundenheit zur Mitwelt sehen und Mündigkeit in Mitverantwortung anstreben und ausüben. (siehe auch www.humanistische-aktion.de/lebesinn.htm)

Zu sich selbst zu finden heißt u.a.: nicht mehr auf der Suche nach einem Gott und dem großen Glück zu sein, es von außen zu erwarten, sondern zu versuchen, sich selbst in seiner Einzigartigkeit und gleichzeitigen Verbundenheit, in seiner ganzen Vielfalt und gleichzeitigen Begrenztheit zu erkennen, zu akzeptieren und den eigenen ständigen Wandlungsprozeß bewußt und aktiv - an einem allgemeinen menschlichen Leitbild orientiert - im Einklang mit der Mitwelt - mitzugestalten. (siehe auch: www.humanistische-aktion.de/muendig.htm sowie .../sinnvoll.htm)

Die Natur ist nie ganz tot und "soll" nicht auferstehen, sondern sie ersteht auf in unserem Empfinden, besonders in unseren Breitengraden, indem sie einen Wechsel vollzieht vom Winter, während dem sie uns tot erscheint, über Frühling, Sommer und Herbst, in dem sie uns ihre Früchte darbietet. Diesen jährlich wiederkehrenden Wechsel haben unsere Vorfahren noch in einer tiefen Verbundenheit erlebt und zu den - vom jeweiligen Sonnenstand gekennzeichneten - Höhepunkten festlich begangen.

Weitere Fragen ...?

Mit freundlichen Grüßen

Rudolf Kuhr


Sehr geehrter Herr K u h r,

Herzlichen Dank für Ihren nachösterlichen Brief, den ich mit großer Aufmerksamkeit gelesen habe.

Ich bedauere Sie nach jedem Ihrer Schreiben, denn Sie haben sehr gute Gedanken, nur fehlt Ihnen einiges aus der Religionsgeschichte. Sie wissen ja, dass man dazu kein Christ sein muss, um herauszu finden, wie ist oder war das eigentlich, als damals die Erschaffung der Welt ablief und all die "Geschichten" die man darüber so liest.

In Ihrem Brief schneiden Sie so einiges an, das Sie besser wissen sollten, d.h. da haben Sie einige Wissenslücken. Das ist aber kein Wunder und das ist nicht negativ, denn vor allem die Kirchen haben vieles in unserem Wissenspekturm "gepfuscht", sodass man nicht alles erfahren konnte.

Das stieß mir schon beim letzten Konzil auf, weil man da einfach abstimmte und bestimmte, ohne sich darum zu kümmern, ob das alles wahr sein kann, was man festlegte.

Bei meinen Überlegungen kam ich darauf, dass der Einzige der das alles richtig wissen kann, eigentlich nur Gott selbst ist. Aber wann kann ich mit IHM reden, oder "wo gibt es ein Loch im Himmel, durch das man IHN erreichen kann?"

Ich fand heraus, dass es Schulungen gab, die sich "TranszendenteMeditation" nannte. Dazu musste ich einige Tage nach Zürich zu einem Kurs. Doch als ich dann wieder nach Hause kam, da wußte ich zu berichten, dass ich jetzt einen schmalen Pfad gefunden hatte, über den ich "Näher mein Gott zu Dir" kommen konnte.

Während ich dadurch "himmlische Gefühle" empfand, hatte ich aber niemand mit dem ich darüber sprechen konnte. Ich war zwar verheiratet und hatte schon 4 erwachsene Kinder mit guter Schulbildung, aber an dieser Stelle waren sie zu und wollten darüber nichts wissen. Ist es denn nicht wichtig, den Gott der Weisheit und der Wahrheit kennen zu lernen und "die Wahrheit" direkt von IHM zu erfahren?

Es dauerte nochmals Jahre, doch man ging auf diesem, meinem Weg nicht einen Schritt mit mir. Das endete wie es kommen musste. Ich schenkte meiner Familie meinen Betrieb mit Haus und Wohnung, und nahm drei Koffer unter den Arm und zog zu Bekannten nach Würzburg. Dort gab es eine Schule durch die ich hoffte, auf diesem "Inneren WEG" weiter kommen zu können.

Im Januar 1981 schenkte man mir 3 Wochen "Einsamkeit" auf einem Hochgebirgspass in den Dolomieten Südtirols. Bei 18 Grad Kälte und 1 mtr Schnee, ohne Strom und Wasser, verbrachte ich dort meine Zeit, in Stille, Gebet, innerer Sammlung, Das führte soweit, dass ich tatsächlich das "Innere Wort" bekam, das ich angestrebt hatte und das mich seitdem führt und eine große Hilfe ist.

Vor allem aber suchte ich seit damals auch weitere Menschen, die ebenfalls das "Innere Wort" haben und im ständigen Kontakt mit dem Allmächtigen Seine Weisheiten erfahren.

So fand ich vor Jahren Texte, die einer Frau Dudde offenbart wurden.

Wissen Sie, dass Sie ein "gefallener Engel" sind? Sie wären nicht auf der Erde, wenn Ihre Seele nicht einen weiten Weg durch das Universum gegangen wäre, um jetzt vor einigen Jahren als Kind in die Hülle eines Körpers zu kommen. Ihre Schriftstellerei ist nichts anderes, als die Auswirkungen der geistigen Kontakte, die jetzt noch als innere Sehnsucht in Ihrer Seele wirksam wären. "Religion", das wissen Sie ja, ist das Wort "re- ligere", das "zurück - wollen" der Seele in die himmlische Heimat.

Aber warum wirkt diese Sehnsucht in Ihrer Seele, weil dies eine "Innere Kraft" ist, die Ihre Seele kennt und nach deren Wiedervereinigung sie sich sehnt, deren Endzustand die himmlische Heimat ist - die sie kennt.

Bisher hat niemand diesen Ausgang der Seelen gekannt, außer dem ersten Kirchenvater ORIGENES der von 184 bis 252 meist in Alexandria gelebt hat. Er war gebürtiger Grieche, sein Vater war ein Gelehrter und so wuchs Origenes mit bester Ausbildung auf. Sein Lehrer war Klemens von Alexandria, der noch Schüler der palästinensischen Apostel von Jesu war. So wuchs er in die bestmögliche Umgebung hinein. Eine Christenverfolgung nahm ihm den Vater; er begleitete ihn zum Schauprozess und dessen Hinrichtung. Der Vater wurde nicht nur umgebracht, sondern auch enteignet und so stand die Ehefrau mit 6 Kindern auf der Strasse, hätten nicht Glaubensgenossen der Familie geholfen. Origenes als Hilfslehrer unterrichtete Schüler und verdiente damit einen Teil des Unterhaltes. Das brachte aber mit sich, dass er bereits mit 18 Lebens-Jahren in der städtischen Bibliothek angestellt und bald sogar Leiter dieser Bibliothek wurde. Hier sammelten sich Schriften aller Gelehrten, u.a. auch die ersten Briefe der Christen aus Galiläa und dem ganzen Orient. Begüterte Christen schenkten ihm ein Büro mit vielen Schreibern, die die Herstellung neuer Schriften unterstützten.

Es würde zu weit führen, wenn ich Ihnen jetzt aufzählen würde, welche Unikate er herstellte und verteilen lies. Später stellte er Schriften zusammen die in der Fachwelt als die "Lehre des Origenes" berühmt und bei der ganzen Lehr - Elite bekannt waren. In dieser "Lehre des Origenes" war die einzige Aufzeichnung über den "FALL DER ENGEL", Da dem späteren heidnischen Kaiser Justinian I diese Lehre nicht bequem war, verfügte er in 10 Bannflüchen im Jahre 543 die Vernichtung dieser "Lehre des Origenes" bei Androhung der Todesstrafe gegen alle die diese Lehre weiter lehrten.

10 Jahre später 553 legte die Kirche nochmals 5 weitere Bannflüche nach. Auf diese Weise hat die Nachwelt wenigstens erfahren, dass es diese Lehre des Engelsturzes gab, die also nicht nur eine Sage oder ein Mythos war, sondern eine Lehre die vermutlich Origenes selbst aus der Geistwelt erhielt.

Da ich diese Geschichte aus der Würzburger Universität kannte, war sie mir nicht mehr neu, sondern ich freute mich wie ein Schatzgräber, als ich sie vor wenigen Jahren als "Texte aus göttlichen Kundgaben" in voller Größe wieder fand. Diese Texte wurden erst jetzt vor 35 Jahren abgeschlossen, in deutscher Sprache aufgezeichnet und sind jetzt als CD kostenlos erhältlich bei mir erhältlich. Darin steht aber auch, die Planung Gottes für Geistwesen, mit denen der Gottesgeist sprechen wollte. Er schuf Sie als vollkommene Wesen, mit voller Gedanken- und Willensfreiheit, denen ER sogar die Sprache lehrte und mit denen ER (ich nehme an thelepatisch) sprach und sie IHM antworten konnten.

Danach wird geschildert, wie es zum Fall der Engel kam, wie der oberste Engel Luzifer einen "Art" Staatsstreich plante, nicht bedenkend, dass ja Gottes Geist auch IN ihm wohnte und alle seine Gedanken kannte. Gott hatte Luzifer die volle Freiheit gegeben, und ER hinderte ihn nicht, als er auf sein Elend zurannte und Milliarden Engelwesen mit hinein zog. Luzifer musste seine Freiheit ausleben, denn er wäre ja sonst nicht verantwortlich geworden! So brauchen auch wir Menschen heute nicht zu fragen: "Warum lässt Gott dies alles zu?" Gott muss es zulassen, damit die Menschen erkennen, dass die Lieblosigkeit zu nichts Gutem führen kann. Das müssen wir alles erst erleben, bis wir vielleicht etwas daraus lernen, wenn wir von einem Unglück ins nächste rennen. Gott gibt uns dazu volle Freiheit.

Doch wie es jetzt weiter ging, das möchte ich Ihnen nicht auch noch schildern, weil Sie das selbst nachlesen sollten. Ich sende Ihnen gerne die CD, sie können aber auch Dutzende Kleinbroschüren beziehen, wenn Sie es als Printmedium lesen wollen. Lesen Sie unbedingt, wie das mit der Hölle kam, und nicht zuletzt, wie Gott selbst die Erlösung erschuf, denn er sah ja die Not der Wesen und der Menschen.

Es würde mich freuen, wenn wir zum Gedankenaustausch in dieser Sache kommen könnten, denn Gott ist mit dieser sog. Kirche auch nicht zufrieden, denn diese Kirche hat Gott nicht gegründet. Aber auch da muss Gott auf unsere Erkenntnis warten, weil die vielen Kriege und Katastrophen die Menschen noch nicht geläutert haben.

Ich grüße Sie herzlich, bis zum nächsten mal,

Pius A. Wipfler, ERWITA (at) t-online.de

18.04.04
  


Sehr geehrter Herr Kuhr!

Ich möchte mich einmal herzlich bedanken für Ihre "Betrachtungen". Ich lese sie mit großem Gewinn und lande dabei auch immer wieder auf Ihre Homepage. Dabei stieß ich auf Ihr Buch "Wachstum an Menschlichkeit", das ich gerade bei meinem Buchhändler bestellte. Ich freue mich schon auf die Lektüre.

Schön, dass es Menschen wie Sie gibt, die sich so engagiert für ein "Wachstum an Menschlichkeit" einsetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Muster, Österreich

15.04.04
 


Lieber Herr Kuhr,

danke für die Osterbotschaft. Die Ziele, die Sie formulieren, können sicher
die meisten ohne Abstriche mittragen. Und doch, warum sind wir von ihnen
weiter entfernt als vermutlich jemals zuvor?

Freundliche Grüße R. J.

13.04.04

Anmerkung: Dies ist eine sehr wichtige Frage. Die Antwort könnte lauten: Weil es uns noch immer nicht gelungen ist, über die verschiedenen Weltbilder und religiösen Bekenntnisse hinaus zu einem universalen Menschenbild zu gelangen, dessen höchster Wert 'Verantwortliche Menschlichkeit' heißt, (siehe auch www.Menschen-Bild.de). R .K.
 


Lieber Herr Kuhr,

vielen Dank für Ihre Ostergrüße. Es waren die schönsten, die wir dieses Jahr erhalten haben.

Mit herzlichen Grüßen

Manfred Sch.

12.04.04
 


Hallo Rudolf,

Vielen Dank fuer die schoene Botschaft!

...

David Luciani

12.04.04
 


Lieber Herr Kuhr,

Dank für Ihre Ostergrüße.
Bis auf ein paar Bildungsehrfurcht heischende Fremdwortallüren zu viel, gar kein schlechter Text.
Und wie geht das nun praktisch vor sich?
Was behnindert heute die Wiederauferstehung des Lebens?
Welche Bremsklötze müssen wir nun wegräumen?
Wo wollen Sie anfangen?
Wer nichts tut, weiß auch nichts.
Ich lasse mich überraschen.

Viel Glück

Ihr hvh

12.04.04

Antwort:

Lieber Herr ...,

danke für Ihre Rückantwort mit den interessanten Fragen. Erst jetzt habe ich etwas Muße, darauf zu antworten.
Sie schrieben am 12.04.04 (gekennzeichnet mit dem Zeichen ">"):

>Bis auf ein paar Bildungsehrfurcht heischende Fremdwortallüren zu viel, gar kein schlechter Text.

Ich bin grundsätzlich bemüht, so wenig wie möglich Fremdwörter zu verwenden, lesen Sie hierzu meine Seite http://www.humanistische-aktion.de/esperant.htm#fre

Anstatt "...vom gesellschaftlich konditioniert funktionierenden ..." hätte ich auch schreiben können "...vom gesellschaftlich eingeübt sich verhaltenden ..." In diesem Text ging es mir jedoch um Schlagkraft und Bündigkeit in der Aussage.

>Und wie geht das nun praktisch vor sich?

Es beginnt mit Denkvorgängen z.B. über den Sinn des Lebens und über den Stand der eigenen Entwicklung.

Als 'Krone der Schöpfung' und gar als 'Ebenbild Gottes' wird der Mensch im christlich-abendländischen Kulturkreis gern gesehen, nicht erkennen wollend, daß sich die Menschheit - insgesamt gesehen - vergleichsweise wie ein Bakterienstamm verhält, der sich solange vermehrt, bis seine Lebensgrundlagen verbraucht sind.

"...6. Der Mensch ist nicht frei geboren, sondern ist Erbanlagen und Erziehung untertan. 7. Persönliche Freiheit wird weder vererbt noch von der Natur geschenkt. Sie ist eine der höchsten zivilisatorischen Errungenschaften, die Bewußtsein, intellektuelle und gefühlsmäßige Schulung erfordert, um Alternativen, die die Umwelt bietet, zu verarbeiten sowie vernünftig und bewußt zwischen ihnen zu unterscheiden. ...(Herbert James Campbell)"

"Die größte Angelegenheit des Menschen ist, zu wissen, wie er seine Stelle in der Schöpfung gehörig und recht verstehe, was man sein muß, um Mensch zu sein. (Immanuel Kant)"

"Wenn der sterbliche Mensch überhaupt eine Aufgabe hat, dann ist es die, ein aufrechter Kämpfer zu sein für die Vollendung des Menschentums, für Menschenrecht, Menschenwürde, für Wahrheit und Gerechtigkeit. Kulturwille, das ist sein untrügliches Kennzeichen! Bruno H. Bürgel)"

>Was behindert heute die Wiederauferstehung des Lebens?

Die Bequemlichkeit, das Gewohnte zu hinterfragen und die Angst, verunsichert zu werden.

"Es besteht sehr wenig Hoffnung, wenn nicht jeder einzelne seine eigenen Motive, seine Lebensweise und seine gesellschaftsorientierte Mitarbeit einer gründlichen Kritik unterzieht. Selbsterkenntnis ist (jedoch R.K.), wenn sie offen und ehrlich geschieht, eines der stärksten Mittel um Unlust hervorzurufen. Solange diese Selbsterkenntnis nicht als Mittel eingesetzt wird, die Lebensweise zu ändern, was an sich bereits lustvoll ist, kann sich niemand als »reif« betrachten, weder in geistiger noch in sozialer noch in neurophysiologischer Hinsicht. (Herbert James Campbell)"

>Welche Bremsklötze müssen wir nun wegräumen?

Die geistigen Drogen in Form von anerzogenen Glaubenssätzen, die auf Mythen gründen und die Wurzel von Unwahrhaftigkeit und Unfrieden sind.

"Der Mensch echt religiöser Kulturen könnte vielleicht mit einem Kind von acht Jahren verglichen werden, das einen Vater als Retter braucht, das jedoch angefangen hat, die Lehren und Prinzipien des Vaters in sein Leben zu übernehmen. Der zeitgenössische Mensch ähnelt jedoch einem Kind von drei Jahren, das nach dem Vater ruft, wenn es ihn braucht, und sonst zufrieden ist, wenn es spielen kann. ... (Erich Fromm)"

"... In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister. Und das Gesetz nur kann uns Freiheit geben , sagte Goethe. Man kann das so übersetzen, daß wir heute, um endlich aus der pubertären Entwicklungsphase der Menschheit herauszukommen, aufgerufen sind, Abschied zu nehmen von ab- und ausgrenzenden konfessionellen und ethnischen Bekenntnissen, um uns damit auf das eine, universale Menschentum zu beschränken beziehungsweise auszuweiten. So wie wir uns entwicklungsmäßig der Reihe nach verabschieden von den - zur Entwicklung durchaus nötigen - Identifizierungen mit Personen wie Eltern, Lehrern, Idolen und anderen persönlichen Vorbildern oder auch mit regionalen Identifizierungs-Hilfen wie Straßen, Stadtbezirken, Städten, Bundesländern und Staaten. Dieses Verabschieden bedeutet nicht ein Ablehnen dieser zeitweise durchaus berechtigten partikularen Identifizierungs-Objekte oder gar ein Verachten derselben, wohl aber ein befreiendes Unabhängigwerden zugunsten einer umfassenderen, höherwertigen, sinnvolleren und zweckmäßigeren Orientierung. Wenn beispielsweise nationalistischen oder religiös-konfessionellen Interessen humanistische vorangestellt würden, dann würde das nicht nur dem allgemeinen Frieden dienlich sein, sondern auch den betreffenden national oder religiös-konfessionell eingestellten Menschen in der Entfaltung ihrer Persönlichkeit und auf dem Weg zu einer sinnerfüllten Lebensgestaltung weiterhelfen. Noch sehr viel bedeutender, als in Vorzeiten die Veränderung der Vorstellung vom Polytheismus zum Monotheismus gewesen sein mag, ist heute die Orientierung hin auf eine Welt, eine Menschheit und eine menschenwürdige Kultur. Eine solche Beschränkung auf das Wesentliche - auf Menschlichkeit - ist eine Meisterleistung. ... (.../wachstum.htm)"

>Wo wollen Sie anfangen?

Ich fange bei mir selbst an, als dem mir naheliegendsten Teil meiner Mitwelt.

"Wir selbst müssen die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen wollen. (Mahatma Gandhi)"

"Weil ich an die Kraft des Geistes und der Wahrheit vertraue, glaube ich an die Zukunft der Menschheit." -
"Ethik ist eine bis ins Unendliche erweitere Verantwortung. (Albert Schweitzer)"

"Verbessere ein Stück Welt - Dich selbst!"

Alsdann gehe ich mit meinen Gedanken in die Öffentlichkeit, um Denkanstöße zu geben und zu empfangen, um so mit Gleichbemühten gleichzeitig an der Stabilisierung und Weiterentwicklung der eigenen Person und der Mitwelt mitzuwirken.

>Wer nichts tut, weiß auch nichts.

Zumindest weiß er nicht worum es geht und worauf es ankommt bei einer sinnerfüllenden, menschenwürdigen Lebensgestaltung.

>Ich lasse mich überraschen.

Konnte ich Sie noch mit etwas überraschen? Vielleicht mit einer Einladung zur Mitgestaltung an einem Entwurf zum universalen Menschenbild als Ergänzung und zur Konkretisierung der verschiedenen Weltbilder, die uns seit langer Zeit zur Betrachtung zur Verfügung stehen. (www.menschen-bild.de)

Mit freundlichen Grüßen

Rudolf Kuhr


Im gleichen Sinne wünsche ich Dir Frohe Ostern, Rudolf!

Die notwendige Auferstehung des Menschen unter den von Dir aufgelisteten Vorzeichen ist mehr als eine humanistische Vision und ich glaube, sie wäre (und wird?) tatsächlich Not wendend. Ich sehe sie aber durchaus nicht im Widerspruch zum

Christentum, sondern ganz und gar in Übereinstimmung. (Das Wunder der Auferstehung mag man nun interpretieren wie man will) Deswegen auch in diesem Sinne Frohe Ostern und liebe Grüße

Greta

10.04.04


Lieber Rudolf,
...
Deine Rundmail hat mich dazu angeregt, den Text leicht geändert in meine Seiten aufzunehmen, hab's Dir angehängt!

(www.mensch-sein.de/ostern.htm)

Mit herzlichen Grüßen

Wolfgang

09.04.04
 


Lieber Rudolf,

deine Osterbotschaft gefällt mir. Habe allerings so meine eigenene Gedanken dazu. s.u.

Rudolf Kuhr schrieb:

> Ostern - Fest der Auferstehung?
> -----------------------------------
> Christen feiern die Auferstehung des Herrn;
> Nichtchristen feiern die Auferstehung der Natur
> einige davon mit heidnischen Bräuchen wie dem Osterfeuer,
> andere mit dem bewußten Betrachten der Pflanzen und Tiere.

Bewusstes Betrachten - Achtsamkeit - ist die Mutter aller Erkenntnis, gleich ob heidnischer, christlicher oder welcher Grundeinstellung auch immer

> Freilich gibt es auch Mischformen des Feierns.
> Viele feiern vermutlich das Osterfest als solches gar nicht,
> sondern nutzen die Feiertage als verlängertes Wochenende für
> Sport und Erholung.

Halte ich auch für in Ordnung. Wenn der Schüler reif ist, erscheint der Lehrer (Zen-Sprichwort). Ostern kann ein Lehrer sein.
Du scheinst reif dafür, diesen Lehrer anzunehmen, andere nicht. Das ist in Ordnung. Es gibt für mich keinen Grund sich über die zu erheben, die noch genau so dumm sind wie ich vor ein paar Jahren.

> Ostern - Fest der Auferstehung, einer mythischen Person
> und der Natur. - Wann erfolgt endlich die Auferstehung des
> von der Schöpfung oder von der Natur angelegten, möglichen
> Menschen?

Das Wahre Individuum entsteht in diesem Augenblick. Es entsteht dort, wo sich Menschen der bewussten selbstgesteuerten Höheren Evolution hingeben. Diese führt uns vom "gemeinen Weltling", um eine Bezeichnung die der Buddha einführte zu verwenden, über das Wahre Individuum (Begriff von Sangharakshita) zum Vollendeten, zum Buddha. Dies ist die Entwicklung, die Weise vor über 2000 Jahren beschrieben haben. Diogenes zum Beispiel. Oder eben Buddha Shakyamuni.

> Aufzuerstehen hätte er
> * vom wundergläubigen zum Realität aushaltenden Wesen,

Die Realität ist ein Wunder. Und Wunder sind Realität.

> * vom überempfindlich reagierenden zum empfindsam agierenden,

Das geht nur durch den Pfad der Achtsamkeit, durch den Dreifachen Pfad aus Ethik, Meditation und Weisheit, durch den Edlen Achtfältigen Pfad.

> * vom sich immer mehr abgrenzenden und isolierenden zum gemeinschaftsfähigen,

...Wahren Individuum in einer Sangha, in einer Gemeinschaft an sich selbst Arbeitender.

> * vom gesellschaftlich konditioniert funktionierenden zum selbst- und gesellschafts-gestaltenden,

... Wahren Individuum ...

> * vom egoistischen, selbstwahrnehmungsarmen zum sich selbst transzendierenden,

... Wahren Individuum ...

> * vom Erfolg, Sieg und Gott suchenden zum sich selbst und den naturgegebenen Sinn findenden
> und menschliche Größe anstrebenden Wesen.

... eben zum Wahren Individuum. Zum Menschen, den Diogenes einst mit der Laterne auf den Märkten Athens suchte. Zum Wesen von übermenschlicher Größe, der Gotama wurde, als er unter dem Bodhi-Baum Erleuchtung erlangte.

> Eine zu wagende neue frohe Oster-Botschaft könnte lauten:
> Wir sind ein einmaliger und unverwechselbarer Teil der
> auferstehenden, sich immer wieder erneuernden, wundervollen
> Natur, wir tragen Verantwortung für sie, für die kommenden
> Generationen und für die Bewohnbarkeit des Planeten.
> Alle Menschen werden Brüder und Schwestern, sie gehören
> gleich-berechtigt zur einen großen Menschheits-Familie.

Dies setzt die Einsicht in die drei Laksanas voraus:

dukkha - es gibt nicht nur Frühling, Wandel ist häufig schmerzhaft
anicca - nichts ist beständig, Wandel existiert, nur so gibt es Frühling
anatta - Nicht-Ich. Die Grenze zwischen mir und den anderen ist willkürlich,
da steht keine Ich dem Nicht-Ich gegenüber. Da bin nicht ich und Umwelt.
Da ist Welt, da ist Sein, ich bin kein davon separiertes Etwas. Dass ich
Selbstbewusstsein empfinde ist nur ein evolutionärer Schritt dahin,
Gesamtbewusstsein zu empfinden, Buddha zu werden.

> In diesem Sinne: Frohe Ostern!

In diesem Sinne sollten wir den Weg der Höheren Evolution beschreiten, vom Menschen über das Wahre Individuum zum/zur Buddha.

Ich wünsche dir einen wunderschönen Frühling, Bruder im Geiste!

Horst

P.S.: Hast du etwas dagegen, dass ich deinen Brief (und meine Ergänzungen) in meinem Rundbrief "Engagierter Buddhismus" verwende?

07.04.04


 

Humanismus als ethische Orientierung ist bei konsequenter Anwendung ein ganzheitliches,
sich selbst regelndes Rückbindungs-System, es ermöglicht ein ausgewogenes und
menschenfreundliches Verhalten als Grundlage nachhaltigen Wohlstandes.

 
Über den Sinn des Informations-Dienstes  -  Ausgaben ab Januar 2000  -  Rückmeldungen bis November 2003
 



 
Humanistische AKTION

5/2004
 
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und Belegexemplar erwünscht. Kürzungen und Änderungen nach Absprache möglich.
 
 


 
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Aktualisiert am 10.01.06