Fernsehen

Umfrage
 
Das TV-Verhalten der Deutschen

Was wir gucken, wie wir gucken - und wie lange

 

Hätten Sie's gewusst? 10 Jahre seines Lebens verbringt jeder Bundesbürger durchschnittlich vor dem Fernseher. Bis auf eine Minderheit von geschätzten 1,5 Mio. besitzen alle Deutschen ein TV-Gerät. Noch mehr Zahlen rund ums TV:

Wie lange gucken wir?
Pro Tag sehen die Deutschen im Schnitt 201 Minuten fern. Unterschied zwischen Ost und West: In den neuen Bundesländern 223 Minuten, im Westen nur 195 Minuten.

Wer guckt am meisten?
Ältere Menschen: 93 % der Senioren ab 70 nutzen das TV als Hauptinformationsquelle (bis 256 Minuten täglich).

Kinder sitzen täglich 99 Minuten vor dem TV-Gerät. Tendenz steigend! Jugendliche schalten am liebsten SAT. 1, RTL und Co. ein, gucken vor allem Talkshows, Action- und Krimi-Serien.

Lieblingssendungen der Kids:
Im Alter von 3 bis 5 Jahren ist "Die Sendung mit der Maus" (ARD) bei Mädchen und Jungen am beliebtesten. Bei Jungen ab 10 Jahren sind Spiele der deutschen Fußball-Nationalelf, bei Mädchen tägliche Serien wie "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" (RTL) angesagt.

Sender Hitparade:
Die beliebtesten Sender in der Zielgruppe der 14-bis 49-Jährigen: 1. RTL, 2. Pro7 und 3. SAT.1.

Beliebteste TV-Magazine:
Das meist gesehene Magazin m den alten Bundesländern ist der "ARD-Brennpunkt" (bis 10,6 Mio Zuschauer), im Osten "Explosiv" (bis 5,9 Mio Zuschauer, RTL)

Nebenbeschäftigung:
24 % der Zuschauer essen, 18 % lesen, 17 % telefonieren, 8 % schlafen, 4% bügeln.

Zapping:
Während der Werbepause (rund 3000 Spots/Tag) schalten 39,9 % der Zuschauer auf andere Sender um, 18,7 % gehen auf die Toilette, 13,5 % holen sich etwas zu essen oder zu trinken - nur 13 % sehen tatsächlich zu!

TVneu 2/00
 

Und wie lange gucken SIE?

Alle Bundesländer im Vergleich (der Durchschnitt liegt bei 201 Minuten)
 

Die Deutschen und das Fernsehen... 201 Minuten (3 Stunden, 21 Minuten) verbringen wir pro Tag vor der Flimmerkiste. Im Jahr 2000 waren es noch 190 Minuten - 11 weniger als heute.

Besonders lang schauen Ostdeutsche in die Röhre. 224 Minuten pro Tag! In Westdeutschland sind es "nur" 193 Minuten. Absoluter Spitzenreiter ist Sachsen-Anhalt mit knapp über 4 Stunden TV-Konsum. Experten: Grund ist die höhere Arbeitslosigkeit im Osten, die zwangsläufig mehr Zeit beschert.

Welche Sender sind am beliebtesten? Während der Osten am liebsten RIL einschaltet (34 Minuten pro Tag, im Westen nur 27), sieht der Westen meist ARD (27 Minuten täglich im Westen, 24 im Osten).

Hier wie dort jedoch gilt: Nachrichtensendungen sind Spitzenreiterinder Publikumsgunst. Bei den Männern folgen dann Sportsendungen, Frauen sehen nach den Nachrichten am liebsten TV-Shows...

Die durchschnittliche Sehdauer pro Tag in Minuten in den 16 Bundesländern:

Sachsen-Anhalt 242; Mecklenburg-Vorpommern 238; Thüringen 226; Bremen 225; Berlin 223; Hamburg 221; Saarland 219; Sachsen 215; Nordrhein-Westfalen 209; Brandenburg 207; Hessen 202; Niedersachsen 193; Schleswig-Holstein 188; Baden-Württemberg 187; Rheinland-Pfalz 187, Bayern 173.

TVneu 13/03

 

Fernsehen macht Kluge klüger
und Dumme dümmer!

 
Herta Sturm

 
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Mit freundlichen Empfehlungen
 
Humanistische AKTION
 
2/2000
 


 
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www.humanistische-aktion.de/tvverh.htm

Aktualisiert am 27.04.02

 

Für die in nachfolgendem Brief beanstandete Seite wurden Textauszüge eines mir vom SWR zugesandten Faltblattes mit Programmvorschau verwendet, das keinen Vermerk des Urheberrechtsschutzes enthielt. Trotzdem schrieb der Rechtsanwalt des SWR folgenden Brief:

SWR  - SÜDWESTRUNDFUNK - Anstalt des öffentlichen Rechts - Justitiariat Baden-Baden

Einschreiben / Rückschein
Humanistische Aktion
Herrn Rudolf Kuhr
Artil!eriestr. 10
80636 München

11. Oktober 2001

Humanistischer Informationsdienst Sept. 25/31

Sehr geehrter Herr Kuhr,

mit Schreiben vom 20.07.2000 hatte ich Sie schon einmal abgemahnt, weil Sie unautorisierterweise Texte des Magazins REPORT MAINZ in Ihren Internetseiten eingestellt hatten. Jetzt verwenden Sie erneut Teile des SWR-Tele-Akademie-Programms, ohne vorher unsere Genehmigung eingeholt zu haben. Ich untersage Ihnen hiermit letztmalig die Verwendung von SWR-Beiträgen ohne vorherige Genehmigung unsererseits. Sollten Sie sich erneut nicht daran halten, werden wir Ihnen dies künftig gerichtlich untersagen lassen.

Sie sollten nun endlich einmal realisieren, daß es sich bei derartigen Beiträgen um urheberrechtlich geschützte Werke handelt, über die Sie nicht frei verfügen können.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Uwe J. Hochrathner


Hier der Text der ursprünglichen Seite, jedoch ohne senderspezifische Daten, und mit persönlichen Anmerkungen (in grün) aufgrund vorstehenden Briefes.

Kostenlose Werbung: (von mir so gesehen)

Studium generale

im Fernsehen
 

Die TELE-AKADEMIE des (Sender-Name) ist ein Studium generale im Fernsehen für jedermann zu Grundfragen unserer Zeit. Namhafte Referenten geben Einblicke in das Spektrum wissenschaftlicher, philosophischer, kultureller und gesellschaftlicher Fragestellungen. Informationen zu den einzelnen Sendungen befinden sich auch im Internet unter: www. wissen.(sender-name).de.
 

Die Themenschwerpunkte dieses Programms beschäftigen sich mit
 
  • verschiedenen Bereichen der Kosmologie
     

  • dem aktuellen Stand der Krebsforschung
     

  • der Geschichte der Wahrnehmung
     

  • Afrika zwischen Tradition und Moderne
     

  • kultur- und gesellschaftspolitischen Fragen

  


(Sender-Name) montags, 11.00 Uhr
(Sender-Name) sonntags 9.15 Uhr, montags 4.00 Uhr (eine Woche zeitversetzt)


 

Sieben Beispiele von 23 aus dem Programm vom 09.09.2001 - 03.02.2002 (Bestell-Adresse unten):
 

16.09.01 - Prof. Dr. Bernulf Kanitscheider: Kosmologie zwischen Mythos und Physik  

04.11.01 - Prof. Dr. Bernhard C. Pestalozzi: Vom Umgang mit dem Unumgänglichen. Das Gespräch mit Krebspatienten  

18.11.01 - Prof. Dr. Gotthard Frühsorge: Die Erfindung der Landschaft. Vom Wandel der Wahrnehmung in der Naturästhetik des 18. Jahrhunderts  

16.12.01 - Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkowitz: Wider das Geistlose im Zeitgeist  

20.01.02 - Dr. Karlheinz Deschner: Vom Belügen der Leute. Religionskritisches, Christentumskritisches und andere starke Stücke  

27.01.02 - Dr. Warnfried Dettling: Reformperspektive Bürgergesellschaft. Ein neues Verständnis von Wohlfahrt und Wohlstand  

03.02.02 - Prof. Dr. Klaus von Beyme: Kulturpolitik zwischen staatlicher Steuerung und gesellschaftlicher Autonomie

 

Die Sendungen können auf VHS-Kassette zum Betrag von DM 49,- (incl. Versand) bezogen werden über: (Sender-Name) Media GmbH, (Anschrift)

(Sender-Name), HA Fernsehen Kultur, TELE-AKADEMIE, Redaktion (Name der Redakteurin), (Anschrift), name (der Redakteurin)@(sender-name).de

Ende des "urheberrechtlich geschützten Werkes".

 

Anmerkung

Es ist bemerkenswert, daß im öffentlich-rechtlichen Fernsehen Themen wie "Vom Belügen
der Leute. Religionskritisches, Christentumskritisches und andere starke Stücke" behandelt
werden. Zu hoffen ist, daß bis zum Sendetermin am 20.01.02 nichts dazwischen kommt. R.K.

 

 Ende des ursprünglichen Textes meiner Seite.


 
Weitere Anmerkung

Als kritischer Befürworter des öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernseh-Systems und als Gebührenzahler hatte ich mich gefreut, auch mal etwas empfehlenswertes zu finden und unterstützen zu können. Nicht gerechnet hatte ich allerdings mit der Kleinlichkeit von Rechts-Schützern, die mit ihrem offensichtlichen Rechts-Extremismus (im juristischen Sinne) dem öffentlich-rechtlichen Sytem einen Bärendienst erweisen zu müssen glauben, nach dem Motto "Operation gelungen - Patient tot". -

Wenn es sich wirklich um inhaltliche Teile eines Programm gehandelt hätte, wenn diese dann unter eigenem Namen veröffentlicht worden wären, und wenn damit vielleicht sogar noch Geld verdient worden wäre, dann wäre das Einschreiten eines Rechtsanwaltes unter Androhung gerichtlicher Schritte noch zu verstehen gewesen. So aber entsteht der Eindruck, als wäre die Fernseh-Anstalt inzwischen eine kommerzielle Einrichtung oder deren Rechts-Vertreter möchte mit der Durchsetzung formalen Rechts seine Daseinsberechtigung nachweisen. Vielleicht ist da aber auch (psychologisch gesehen) ein persönliches Machtstreben ausschlaggebend gewesen? Menschliche Größe jedenfalls kaum. - Und solch eine Entwicklung wird zwangsweise mit den Gebühren der Endverbraucher finanziert! Da ist die Forderung nach Abschaffung der Rundfunk- und Fernsehgebühren nur zu verständlich.

Diese an sich gesellschaftlich ziemlich unbedeutende Begebenheit spiegelt im Kleinen die Anfänge einer Entwicklung wider, wie sie durch institutionalisierte Macht auf der einen und Machtlosigkeit auf der anderen Seite im Großen zu Ereignissen wie am 11.September in den USA führen kann. Interessant dabei ist, daß auf beiden Seiten persönliche Gefühle mitbestimmend für die Eskalation von Konflikten sind, daß diese jedoch noch kaum beachtet werden. R.K.

 
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Mit freundlichen Empfehlungen
 
Humanistische AKTION
 
8/2001
 


 
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www.humanistische-aktion.de/tvverh.htm#stu

Aktualisiert am 24.03.03